ArchivDeutsches Ärzteblatt34-35/2007Arzneimittelrabatte: Patientenverband weist auf Gefahren hin

AKTUELL

Arzneimittelrabatte: Patientenverband weist auf Gefahren hin

Dtsch Arztebl 2007; 104(34-35): A-2308 / B-2044 / C-1976

Rabbata, Samir

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS
Foto: Keystone
Foto: Keystone
Patientenvertreter warnen vor Risiken durch Arzneimittel-Rabattverträge. „Besonders gravierend ist die Verbindung von Rabattverträgen mit der Bonus-Malus-Regelung für Arzneimittelverschreibungen. Der Arzt wird dadurch zum Erfüllungsgehilfen bloßer Sparpolitik degradiert“, sagte der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Versicherte und Patienten (DGVP), Wolfram-Arnim Candidus. Zudem führten Lieferschwierigkeiten der von den Kassen als Vertragspartner ausgewählten Arzneimittelhersteller zu Versorgungsengpässen. Auch untergrabe der wiederholte Wechsel von Medikamenten das Vertrauen der Patienten. Besonders bei chronisch und mehrfach Erkrankten werde so das Risiko für Fehlmedikationen erhöht, kritisierte der DGVP-Chef.
Der Verband fordert daher, dass nicht ökonomische, sondern medizinische Grundsätze die Entscheidung des Arztes für ein bestimmtes Medikament leiten. Auch dürften die Kassen mit ihrer Rabattpolitik nicht die Entwicklung von innovativen Medikamenten verzögern, so die DGVP.
Bislang haben mehr als 190 Krankenkassen mit mehr als 40 Herstellern von Generika Rabattverträge abgeschlossen. Die Vereinbarungen umfassen etwa 17 000 Arzneimittel. SR
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema