ArchivDeutsches Ärzteblatt13/1997Seehofer kritisiert Modellversuch zur Abgabe von Haschisch

POLITIK: Nachrichten - Aus Bund und Ländern

Seehofer kritisiert Modellversuch zur Abgabe von Haschisch

afp; ab

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LNSLNS KIEL. Der von der schleswig-holsteinischen Landesregierung geplante Modellversuch zur kontrollierten Abgabe von Haschisch in Apotheken hat nach Ansicht von Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Seehofer (CSU) keine Chance auf Genehmigung durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Seehofer kündigte an, er werde alles daransetzen, um den Modellversuch zu verhindern. Die Drogenpolitik der schleswig-holsteinischen Ge­sund­heits­mi­nis­terin Heide Moser (SPD) hält der Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter für falsch. Er glaube nicht, daß durch die kontrollierte Abgabe von Haschisch die Beschaffungskriminalität eingedämmt werden könne.
Der Suchtkontrollrat der Vereinten Nationen unterstützt Seehofers Kritik und forderte die Bundesregierung auf, sich gegen den geplanten Cannabis-Verkauf in Schleswig-Holstein einzusetzen.
Moser wies die Kritik an ihrer Drogenpolitik zurück und äußerte die Hoffnung, daß "unabhängige Wissenschaftler" im BfArM den Modellversuch doch noch genehmigen werden. Mit einer Entscheidung des Instituts rechnet Moser Mitte dieses Jahres. afp/ab
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