ArchivDeutsches Ärzteblatt34-35/2007Qualitätssicherung: Ich bin kein Leistungserbringer
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Frau Ge­sund­heits­mi­nis­terin Schmidt ist zu beglückwünschen: Jahrelanges, immerwährendes Wiederholen von inhaltslosen Phrasen führt am langen Ende doch zum Ziel. Herr Kollege Dr. med. Gibis ist sich als Vertreter der Ärzteschaft nicht zu schade, Frau Ge­sund­heits­mi­nis­terin nachzuplappern, dass „die ärztliche Tätigkeit keine Kunst sei, sondern über eine regelgerechte Dokumentation zu einer nachvollziehbaren Leistungserbringung werden müsse!?“. Hurra, Hurra, die Herren „Leistungsverwerter“ der KBV sind auch noch da! Der unsägliche Verfall des ärztlichen Selbstbewusstseins einhergehend mit einer „Industrialisierung“ des Arzt-Patienten-Verhältnisses könnte nicht krasser zutage treten. Mit Verlaub, Herr Kollege Dr. med. Gibis: Ich bin

1. Arzt, kein „Leistungserbringer“ und möchte auch, im Gegensatz zu Ihnen, nicht als solcher angesprochen oder damit verwechselt werden und betrachte
2. meinen Beruf und dessen Ausübung als Berufung und meine Tätigkeit in Übereinstimmung mit unserer ärztlichen Tradition als Kunst.

Ich wäre Ihnen und den übrigen „Leistungserbringern“ herzlich dankbar, wenn Sie diesen Begriff künftig auf Ihresgleichen begrenzen wollen und nicht Ärzte (im Sinn der hippokratischen Tradition) damit überziehen würden.
Prof. Dr. Hans-Bernd Hopf, Chefarzt,
Abteilung für Anästhesie und Perioperative Medizin, Asklepios Klinik Langen, Röntgenstraße 22,
63225 Langen
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