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Mit dem RSA-Instrument „DMP-Einschreibung“ werden heutzutage Versicherte bedrängt, Ärzte erpresst und Versicherungsgelder einem Verwaltungsakt geopfert, dem weder ein finanzieller noch ein gesundheitlicher Nutzen folgen. Die nun mit der Einführung eines weiteren bürokratischen Monsters – dem Morbi-RSA – im Stillen geplante Einteilung der Bevölkerung in Risikoklassen ist nicht nur grund- und datenschutzrechtlich bedenklich, sondern wird in der Folge zahlreiche Begehrlichkeiten Dritter wecken. In der Tat liegen alle nötigen Patientendaten auch heute schon vor (schlimm genug!), sind aber aufgrund zahlreicher Medienbrüche im System nicht so einfach verfügbar. Das soll sich spätestens mit der Einführung der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) ändern, denn dafür wird sie gebraucht oder besser missbraucht. Durch den automatischen Datenabgleich lassen sich ganz nebenbei auch noch lückenlose Patienten- und Arztprofile erheben, weitere Gängelungen sind so programmiert. Wer dann auch noch glaubt, dass in einem System, das Bezahlung an Morbidität koppelt, kein „Upgrading“ stattfindet, ist schlicht naiv. Wieso werden unsere Patienten seit der Einführung des DRG-Systems denn sonst mit teils haltlosen Diagnosen geradezu überschüttet? Wir sollten nach den vergangenen Jahren verfehlter Gesundheitspolitik den Begriff Morbidität auf das gesamte System anwenden – das deutsche Morbi-Gesundheitssystem.
Dr. med. Svante C. Gehring, Tannenhofstraße 75, 22848 Norderstedt
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