ArchivDeutsches Ärzteblatt36/2007Vorsorgebögen: Gezielte Hilfe für Kindergartenkinder

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Vorsorgebögen: Gezielte Hilfe für Kindergartenkinder

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Foto: Caro
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Mithilfe sogenannter Vorsorgebögen sollen Entwicklungs- und Verhaltensauffälligkeiten im Kindesalter besser erkannt werden. Ein entsprechendes Projekt soll zu Beginn des neuen Kindergartenjahrs in Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein und im Saarland starten. In einem Brief werden die Eltern von Kindergartenkindern über die Vorsorgebögen und deren Ziele informiert. Damit auch Familien mit Migrationshintergrund erreicht werden, sind die Briefe in zahlreichen Sprachen erhältlich.
Sind die Eltern einverstanden, füllen die Erzieherinnen den Beobachtungsbogen aus und geben ihn für die Früherkennungsuntersuchung U 8 beziehungsweise U 9 beim Kinderarzt mit. „Erzieherinnen können mögliche Abweichungen von einer altersgerechten Entwicklung oft früher und besser einordnen als Eltern oder der Kinder- und Jugendarzt. Dieses Wissen gilt es zu nutzen“, erklärte Karl-Dieter Voß, Vorstand beim Bundesverband der Betriebskrankenkassen. Dieser hat das Projekt gemeinsam mit dem Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) entwickelt. Der Kinderarzt kann dann aufgrund des Vorsorgebogens, seiner Untersuchung und dem Gespräch mit den Eltern entscheiden, ob Handlungsbedarf besteht. „Oftmals hilft bei auffälligen Kindern schon eine gezielte Beratung der Bezugspersonen, um die Weichen für die gesunde Entwicklung zu stellen“, sagte BVKJ-Präsident Dr. med. Wolfram Hartmann.
Das Projekt soll mittelfristig auf ganz Deutschland ausgedehnt werden. In Recklinghausen wird es seit 2002 erfolgreich erprobt. Die Erzieherinnen beurteilen ihren zusätzlichen Aufwand nach Angaben der Initiatoren als überschaubar. Informationen im Internet: www.fitvon kleinauf.de/Kita-Vorsorgebogen. EB

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