ArchivDeutsches Ärzteblatt36/2007Qualitätsbericht: Erhebliche Missstände in der Pflege

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Qualitätsbericht: Erhebliche Missstände in der Pflege

Dtsch Arztebl 2007; 104(36): A-2374 / B-2101 / C-2033

Rabbata, Samir

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Foto: Caro
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Angesichts schlechter Ergebnisse bei der Beurteilung von Pflegeeinrichtungen hat Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­terin Ulla Schmidt angekündigt, die Betreuung alter und gebrechlicher Menschen zügig verbessern zu wollen. Die geplante Pflegereform werde zu einer besseren Qualität führen, sagte die SPD-Politikerin. Zuvor hatte der Medizinische Dienst der Spitzenverbände der Krankenkassen in einem Prüfbericht auf gravierende Missstände in Pflegeheimen und bei ambulanten Pflegediensten hingewiesen. Zwar habe sich die Situation in den letzten Jahren verbessert, doch gebe es nach wie vor zum Teil erhebliche Qualitätsdefizite.
So stellten die Gutachter im Jahr 2003 bei 37 Prozent der ambulant betreuten Pflegebedürftigen und bei 41 Prozent der Pflegeheimbewohner Defizite bei der Ernährungs- und Flüssigkeitsversorgung fest. Diese Werte reduzierten sich in der aktuellen Untersuchung zwar, lagen aber mit knapp 30 Prozent im ambulanten und 34 Prozent im stationären Bereich immer noch hoch. Bei der Vorbeugung von Dekubitus, der Inkontinenzversorgung und der Betreuung von Menschen mit Demenz ist die Situation ähnlich. Die Rahmenbedingungen in der Pflege hätten sich verschlechtert, sagte der Präsident des Deutschen Pflegeverbands, Rolf Höfert. Seit 1995 seien die Pflegesätze gedeckelt, zugleich steige aber die Zahl der Pflegebedürftigen. SR
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