ArchivDeutsches Ärzteblatt36/2007Prävention: Verfechter der Prävention
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Als Kinderarzt bin ich ein Verfechter der Prävention. Insofern ist für mich jeder Beitrag, der Prävention befürwortet und einfordert, zu begrüßen. Dabei steht für mich als Begründung der humanitäre Gedanke, dass krank machende Veranlagungen oder Krankheiten verhindert bzw. früh erkannt und Folgen, Schmerz und Leid gemindert werden können, an erster Stelle. Daneben betont Prof. Willich die Möglichkeit, durch Prävention Kosten im Gesundheitswesen einzusparen. Der Autor selbst macht deutlich, wie unsicher diese Hoffnung eigentlich ist . . . Stimmen würden Modellrechnungen über die durch Prävention vermeidbaren Kosten im Gesundheitswesen nur dann, wenn dadurch auch andere Erkrankungen vermieden werden könnten, man alle folgenden Krankheiten erfolgreich und billig behandeln könnte und die Menschen nie sterben müssten. Diese Hoffnung ist leider absurd. Und so ist auch die Prophezeiung, durch Prävention im Gesundheitswesen Geld sparen zu können, nicht nur kurzsichtig und falsch, sondern auch unklug, denn sie weckt falsche Erwartungen, für die wir Ärzte später bezahlen müssen . . .
Dr. med. Reinhard von Kietzell,
An der Buchholzer Bahn 2, 21339 Lüneburg
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