ArchivDeutsches Ärzteblatt36/2007Arzneimittel: Preisvergleich im Internet

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Arzneimittel: Preisvergleich im Internet

Dtsch Arztebl 2007; 104(36): A-2414 / B-2133 / C-2065

EB

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LNSLNS Der Verband der privaten Krankenversicherer stellt auf seiner Internetplattform unter www.derprivatpatient.de eine Arzneimitteldatenbank zur Verfügung, in der Patienten kostenfrei unter rund 65 000 verschreibungspflichtigen und 45 000 nicht verschreibungspflichtigen Medikamenten recherchieren können. Die Datenbank enthält zu diesen Medikamenten Informationen über ihre Zusammensetzung, Wirkung, Neben- und Wechselwirkungen und Gegenanzeigen sowie zur Packungsgröße und der Darreichungsform zum jeweiligen Preis. Sämtliche Informationen werden alle zwei Wochen aktualisiert.
Mit diesem Internetangebot können Patienten die Preise für ihre Medikamente direkt vergleichen. Mit Angabe des Produktnamens ihres verordneten Medikaments werden alle Generika aufgelistet. Sämtliche zur Auswahl stehenden Medikamente werden unter Berücksichtigung der Packungsgrößen nach Preisen sortiert dargestellt. Ebenso kann man unter Angabe eines bestimmten Wirkstoffs eine Übersicht aller in den Apotheken angebotenen Medikamente vergleichbarer Packungsgrößen mit den jeweiligen Preisen abrufen.
Die Datenbank versetzt Patienten in die Lage, selbstständig Preisüberlegungen bei ihrer Medikamententherapie zu berücksichtigen. So können sie nach einer eigenen Recherche ihrem Arzt vorschlagen, anstelle des bisherigen Medikaments ein preisgünstigeres Generikum verordnet zu bekommen. Wenn der Arzt lediglich eine Wirkstoffverordnung ausstellt, können sie sich selbst zu Hause einen Preisüberblick verschaffen. Auch ist erstmalig eine souveräne Nutzung der Aut-idem-Verordnung möglich: Der Arzt stellt es dem Apotheker frei, anstelle des verordneten Medikaments ein wirkstoffgleiches Medikament abzugeben. Mit der Datenbank können Patienten jetzt überprüfen, ob es sich dabei wirklich um das preisgünstigste Medikament handelt.
Das Preisinformationssystem kann auch für rezeptfreie Arzneimittel genutzt werden. So erhalten Patienten bei Angabe ihrer Erkrankungen (zum Beispiel Husten oder Schnupfen) eine Liste geeigneter Medikamente mit Preisangabe sowie aller weiteren relevanten Angaben, wie Wirkstoff, Dosierung, Wechsel- und Nebenwirkungen. Da bei rezeptfreien Medikamenten nicht mehr die Arzneimittelpreisverordnung gilt, zeigt das System hier die Preisempfehlung der Arzneimittelhersteller an. Der Nutzer kann dann zielgenau das günstigste Medikament verlangen und überprüfen, ob in seiner Apotheke diese Preisempfehlung über- oder unterschritten wird. EB
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