ArchivDeutsches Ärzteblatt PP9/2007Psychoonkologie: Seelische Belastungen bei Kehlkopfkrebs

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Psychoonkologie: Seelische Belastungen bei Kehlkopfkrebs

PP 6, Ausgabe September 2007, Seite 396

EB

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LNSLNS Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass Menschen mit einer Krebserkrankung im Hals-, Nasen- und Ohrenbereich zum Teil sehr stark seelisch belastet sind. Bisher ist allerdings weitgehend unbekannt, welchen Einfluss verschiedene Operationsmethoden auf das seelische Befinden der Patienten ausüben. So kann man zum Beispiel bei einer Kehlkopfkrebserkrankung den Kehlkopf entweder vollständig (Laryngektomie) oder teilweise (Kehlkopfteilresektion) entfernen.
Seit 2001 untersucht die Studiengruppe „Psychoonkologie in der Hals-, Nasen- und Ohren-Heilkunde“ an der Abteilung für Sozialmedizin der Universität Leipzig die psychosoziale Lebenssituation laryngektomierter Karzinompatienten in einer Längsschnittstudie. Die Ergebnisse zeigen, dass Kehlkopflose sehr oft seelisch belastet sind, aber selten psychosoziale Beratung nutzen. Organerhaltend operierte Patienten wurden bisher nur retrospektiv befragt. Das von der Deutschen Krebshilfe mit 354 040 Euro geförderte Forschungsprojekt „Psychische Komorbidität und psychosoziale Versorgung nach Kehlkopfteilresektion“ ermöglicht nun eine prospektive Datenerhebung. In dem dreijährigen Projekt sollen Faktoren aufgedeckt werden, die das Risiko für das Auftreten einer psychischen Erkrankung bei Patienten nach Kehlkopfteilresektionen beeinflussen. Des Weiteren interessiert der Umfang der Inanspruchnahme psychoonkologischer Versorgungsangebote. Die Ergebnisse des Projekts sollen für Ärzte und Therapeuten Hinweise erbringen, in welchem Umfang bei Patienten mit Tumoren im HNO-Bereich mit psychischen Erkrankungen zu rechnen ist und auf welche Patientengruppe besonders geachtet werden muss. EB
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