ArchivDeutsches Ärzteblatt13/1997Arzneiverordnung in Altenheimen

POLITIK: Medizinreport

Arzneiverordnung in Altenheimen

Zylka-Menhorn, Vera

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LNSLNS Einen Überblick über die medikamentöse "Überversorgung" von Altenheimbewohnern im Vergleich zu älteren Menschen in Privathaushalten - unter besonderer Berücksichtigung der Psychopharmaka - gibt eine Untersuchung, die in fünf Bremer Alten- und Pflegeheimen durchgeführt wurde. Hierbei lag der durchschnittliche regelmäßige Medikamentenverbrauch bei 3,99 Medikamenten; darüber waren den Heimbewohnern im Mittel 1,16 Bedarfsmedikamente verordnet worden (Gesundheitswesen 59, 85-86, 1997). Über ein Viertel der Heimbewohner (27,2 Prozent) nahmen zwischen sechs und elf verschiedene Medikamente als Dauermedikation ein. 45,2 Prozent der Senioren erhielten mindestens ein Psychopharmakon als Dauermedikation. Auffallend häufig war die Verordnung von Benzodiazepinen mit mittellanger beziehungsweiser langer Halbwertszeit, Medikamente, die in aller Regel für alte Menschen ungeeignet sind. Aus der Gruppe der Antidepressiva wurden fast ausschließlich trizyklische Antidepressiva verordnet. zyl

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