ArchivDeutsches Ärzteblatt37/2007Versorgung von Obdachlosen: NRW setzt Finanzierungskonzept um

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Versorgung von Obdachlosen: NRW setzt Finanzierungskonzept um

Dtsch Arztebl 2007; 104(37): A-2464 / B-2180 / C-2112

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Foto: dpa
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Bielefeld realisiert nach Essen als zweite Stadt in Nordrhein-Westfalen (NRW) ein Finanzierungskonzept zur medizinischen Versorgung von obdachlosen Menschen. Viele Obdachlose müssten erst eine hohe Hemmschwelle überwinden, bevor sie das Gesundheitssystem in Anspruch nähmen, erläuterte NRW-Ge­sund­heits­mi­nis­ter Karl-Josef Laumann (CDU): „Deshalb brauchen wir niedrigschwellige Angebote, die auf die besonderen Bedürfnisse der Betroffenen ausgerichtet sind und die eine frühzeitige Erst- und Akutversorgung sicherstellen.“
Das Land NRW richtete „mobile Dienste“ ein. Diese sollen es den Ärzten ermöglichen, die wohnungslosen Menschen auf der Straße zu betreuen. Direkt vor Ort können die Patienten in Ambulanzfahrzeugen versorgt werden. Es besteht für die Obdachlosen auch die Möglichkeit, die Ambulanzräume in den Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe aufzusuchen. Zurzeit geht die Stadt davon aus, dass in Bielefeld pro Quartal 129 Fälle mit diesem Angebot versorgt werden. An der Finanzierung sind die Krankenkassen, die Kassenärztlichen Vereinigungen Westfalen und Nordrhein sowie die betroffenen Städte und Kreise beteiligt. sun
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