ArchivDeutsches Ärzteblatt37/2007Geistig Behinderte: Gründung einer Arbeitsgemeinschaft
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Kai Harenski hat in seinem sehr aufschlussreichen Beitrag zu Recht auf die oft unzureichende ärztliche und pflegerische Betreuung geistig behinderter Menschen in Krankenhäusern hingewiesen. Die Krankenhausmedizin hat sich noch nicht auf die kosten- und zeitintensivere Versorgung geistig behinderter Menschen eingestellt. Es wird in dem Beitrag auf eine notwendige Verbesserung der Kooperation der Einrichtungen, in denen die Patienten leben, und der Krankenhäuser hingewiesen. Das setzt voraus, dass das betreuende Heimpersonal neben der heilpädagogischen Förderung und Betreuung auch die gleichzeitig oft erforderliche medizinische und pflegerische Versorgung kompetent beherrscht. Genau das wird aber sozialpolitisch verhindert. In den großen Einrichtungen der Behindertenhilfe wird der integrierte ärztliche Dienst erheblich reduziert oder aufgelöst. Einmal aus Kostengründen, aber auch mit der Begründung, dass Leben und Wohnen in einem Heim möglichst den normalen häuslichen Verhältnissen entsprechen sollen, wo auch keine ständige ärztlich-medizinische Versorgung vorhanden ist. Außerdem sollen Heime für geistig behinderte und alte Menschen weitgehend aufgelöst werden . . . Die Notwendigkeit dieser behindertengerechten Spezialisierung haben die Ärzte seit Langem erkannt . . . 2001 haben sie die „Bundesarbeitsgemeinschaft Ärzte für Menschen mit geistiger oder mehrfacher Behinderung e.V.“ gegründet . . . (www.aemgb.de).
Dr. med. Horst Isermann, Leipziger Straße 52 a, 27356 Rotenburg/Wümme
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