ArchivDeutsches Ärzteblatt37/2007Aktuelle Empfehlungen der Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie

MEDIEN

Aktuelle Empfehlungen der Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie

Dtsch Arztebl 2007; 104(37): A-2498 / B-2207 / C-2139

Kaufmann, Manfred; Beckmann, Matthias W.

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS
Gynäkologische Onkologie: Kurz, prägnant und umfassend

Die Herausgeber beschreiben in dem Kompendium die Leitlinien für die Diagnostik und Therapie gynäkologischer Tumorerkrankungen. Entsprechend der hohen jährlichen Inzidenz bei den malignen Neuerkrankungen der Frau wird das Mammakarzinom zuerst und umfassend abgehandelt. Die differenzierte Vorgehensweise zum Beispiel beim Screening, bei der Früherkennung und Diagnostik wird tabellarisch mit Evidenzlevel und dem daraus abzuleitenden Empfehlungsgrad der AGO (Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie)-Organkommission „Mamma“ zugeordnet. Hierdurch erhält der Leser eine Bewertungsmöglichkeit zur Auswahl der richtigen Maßnahmen in der individuellen Behandlungssituation. Nach diesem Schema werden alle das Mammakarzinom betreffenden Aspekte von genetischer Determination über medikamentöse und operative Prävention, Brustkrebsvorstufen (DCIS/LCIS), prä- und postoperative systemische Chemo- oder Hormontherapie bis hin zu onkoplastischen chirurgischen und radiogenen Therapien beschrieben.
Die Behandlung des rezidivierten und metastasierten Mammakarzinoms, die Antikörpertherapie und der Brustkrebs in der Schwangerschaft sind weitere Kapitel. Für den bösartigsten gynäkologischen Tumor, das Ovarialkarzinom mit 10 000 Fällen jährlich und einer Mortalität von 60 Prozent, wird neben der Epidemiologie die gesamte diagnostische und therapeutische Palette differenziert dargestellt.
Die Kommission Uterus der AGO hat danach das stadiengerechte Vorgehen beim Zervix- und Korpuskarzinom beschrieben. Auch die selteneren gestationellen und nicht gestationellen Trophoblasttumoren sind berücksichtigt. Entsprechend der geringeren Inzidenz mit weniger als 1 500 Fällen jährlich wird schließlich das den Leitlinien zu befolgende diagnostische und therapeutische Vorgehen beim Vulva- und Vaginalkarzinom besprochen.
Das sich jedem Kapitel und Unterkapitel anschließende Literaturverzeichnis ist sehr aktuell und berücksichtigt die letzten zehn Jahre. Bis auf Uterussarkome ist die gesamte gynäkologische Onkologie kurz, prägnant und umfassend abgehandelt. Für den nicht überwiegend onkologisch tätigen Arzt würde ein erläuterndes Abkürzungsverzeichnis hilfreich sein und den Zugang zu den sehr wissenswerten Informationen erleichtern. Heinrich Fendel

Manfred Kaufmann, Matthias W. Beckmann u. a. (Hrsg.): Aktuelle Empfehlungen der Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie. Zuckschwerdt, München, 2006, 244 Seiten, kartoniert, 9,95 Euro
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema