ArchivDeutsches Ärzteblatt38/2007Feuchte Makula-Degeneration: Umstrittener Medikamenteneinsatz

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Feuchte Makula-Degeneration: Umstrittener Medikamenteneinsatz

Dtsch Arztebl 2007; 104(38): A-2540 / B-2248 / C-2180

EB

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LNSLNS Das Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium will den strittigen Einsatz des Darmkrebsmittels Avastin gegen die feuchte Makula-Degeneration aufklären. Drei nordrhein-westfälische Krankenkassen erstatteten der Nachrichtenagentur dpa zufolge das günstige Krebsmittel bei der Behandlung dieser Form der Altersblindheit, obwohl Wirkungen und Nebenwirkungen in dieser Indikation nicht erforscht seien.
Seit Januar sei das deutlich teurere Medikament Lucentis das einzig zugelassene Arzneimittel gegen die feuchte Makula-Degeneration. Das Bundesversicherungsamt, die Aufsichtsbehörde der bundesweit agierenden Krankenkassen, tendiere dazu, nicht einzuschreiten, wenn die Kosten für Avastin übernommen würden. Während eine Dosis Avastin 50 Euro koste, liege der Preis für eine Dosis Lucentis bei 1 523 Euro. Beide Präparate gehören zur Klasse der monoklonalen Antikörper.
Der Sprecher des Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­iums, Klaus Vater, sagte, das Ministerium habe eine Studie angestoßen, die „Licht und Sicherheit“ in den Fall bringen solle. Das Bundesversicherungsamt sei dabei, die rechtlichen Fragen zu klären. EB
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