ArchivDeutsches Ärzteblatt38/2007Klassifikationen: Bundesgesundheitsblatt mit Schwerpunktheften

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Klassifikationen: Bundesgesundheitsblatt mit Schwerpunktheften

Dtsch Arztebl 2007; 104(38): A-2576 / B-2274 / C-2206

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LNSLNS Mit der Einführung der Diagnosis Related Groups (DRGs) 2003 in Deutschland haben Klassifikationen in der stationären Versorgung einen völlig neuen Stellenwert erhalten. Eine ähnliche Schwelle steht dem ambulanten Sektor 2009 mit der Einführung der morbiditätsorientierten Regelleistungsvolumina bevor. Der großen Bedeutung von Klassifikationen im Gesundheitswesen trägt das Bundesgesundheitsblatt mit zwei Ausgaben Rechnung: Im Juliheft der Monatszeitschrift sind sieben Beiträge grundlegenden Fragen gewidmet. Das Augustheft befasst sich mit speziellen Anwendungen und deren praktischem Nutzen.
So wird im Juliheft unter anderem die über 100-jährige Geschichte der Internationalen Klassifikation der Krankheiten (ICD) und die speziellen Entwicklungen der Klassifikationen in Deutschland thematisiert. Ein Beitrag beschäftigt sich mit den Problemen des Operationenschlüssels und untersucht die französische Classification Commune des Actes Médicaux im Hinblick auf ihre Einsatzfähigkeit in Deutschland. Außerdem wird die Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF) vorgestellt, die erst 2001 als jüngste der WHO-Referenzklassifikationen von der World Health Assembly verabschiedet wurde, in Deutschland bisher jedoch noch keine Rolle spielt. Ein weiteres Thema ist die von den WHO-Kooperationszentren angestrebte Aufwertung der Codierberufe und die Sicherung der Qualität über einheitliche Ausbildungsanforderungen.
Im Augustheft geht es unter anderem um Diagnosen als Gegenstand der Versorgungsforschung. Themen sind beispielsweise der epidemiologische Wert der ICD-codierten ambulanten Diagnosen sowie die Codierqualität im ambulanten und im stationären Sektor. Darüber hinaus werden die unterschiedlichen Indikatorensätze für die Gesundheitsberichterstattung dargestellt und auf mögliche Diskrepanzen statistischer Kennwerte sowie den Vereinheitlichungsbedarf hingewiesen.
Das Bundesgesundheitsblatt wird von den Bundesinstituten im Geschäftsbereich des Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­iums herausgegeben. Es ist über den Buchhandel oder direkt beim Verlag (SDC-journals@springer-sbm.com) erhältlich. EB
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