ArchivDeutsches Ärzteblatt13/1997Intestinaler Transit unter Angst und Depression

MEDIZIN: Referiert

Intestinaler Transit unter Angst und Depression

w

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS Ängstliche und depressive Patienten klagen häufig über Symptome von seiten des Verdauungstrakts. Die Autoren führten bei 21 psychiatrischen Patienten und 21 gesunden Freiwilligen Messungen der orozökalen Transitzeit durch, wobei zum einen der H2-Atemtest nach Gabe von Lactulose, zum andern eine Röntgenuntersuchung des Abdomens nach Ingestion röntgendichter Marker zum Einsatz kamen. Bei ängstlichen Patienten war die orozökale Transitzeit deutlich verkürzt. Hingegen war bei depressiven Patienten die mit röntgendichten Markern gemessene Transitzeit deutlich verlängert. Diese Beobachtung entspricht auch der klinischen Beobachtung, wonach ängstliche Patienten häufig unter Durchfällen leiden, während bei depressiven Patienten Obstipationsbeschwerden im Vordergrund stehen.
w
Gorard DA, Gomborone JE, Libby GW, Farthing MJG: Intestinal transit in anxiety and depression. Gut 1996; 39: 551-555.
Digestive Diseases Research Centre, St. Bartholomew’s and the Royal London School of Medicine and Dentistry, London, Großbritannien.

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema

Stellenangebote