ArchivDeutsches Ärzteblatt39/2007Berufsbild: Nicht zulasten der ärztlichen Ausbildung
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Als PJ-Student bin ich derzeit in einer chirurgischen Abteilung tätig. Die Diskussion über die Teilung der Aufgaben bei der Patientenversorgung zwischen Ärzten und Pflegepersonal erscheint mir dringend nötig. Warum müssen Ärzte venös mit Einmalkanülen Blut abnehmen? Warum diplomierte Pflegekräfte Essenswagen auspacken? Zu einem darf die Neuaufteilung der Aufgaben aber nicht führen: Zu einer weiteren Verschlechterung der ärztlichen Aus- und Weiterbildung. Wie sollen die PJ-Studenten Routine in Nahttechniken bekommen, wenn dies immer von Pflegekräften durchgeführt wird? Wie sollen Famulanten die Blutabnahme erlernen? Wie sollen Assistenzärzte sich weiterbilden, wenn sie ihre neue „Freizeit“ anstatt mit der Kanüle jetzt mit dem Stift oder der Maus über neuen Formularen verbringen? Im OP der Zukunft operiert die OTA, und der Assistenzarzt macht dazu die Doku? Nein danke! Auf vielen Stationen wird sinnvoll und partnerschaftlich zwischen Ärzteschaft und Pflege zusammengearbeitet (!), nur so wird (bleibt?) das Krankenhaus ein erfreulicher Arbeitsplatz für die Zukunft.
Clemens Hellenschmidt, Marienplatz 8,
83410 Laufen/Salzach
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