ArchivDeutsches Ärzteblatt39/2007Messung des arteriellen Blutdrucks – Bestehende Standards und mögliche Fehler: Wichtige Aspekte ausgelassem

MEDIZIN: Diskussion

Messung des arteriellen Blutdrucks – Bestehende Standards und mögliche Fehler: Wichtige Aspekte ausgelassem

Dtsch Arztebl 2007; 104(39): A-2662 / B-2352 / C-2284

Schickendantz, Sabine

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LNSLNS Bei dem betreffenden Artikel sind wesentliche Dinge nicht berücksichtigt worden:
1. Bei der Erstfeststellung einer arteriellen Hypertonie muss auch an Gefäßanomalien gedacht werden. So ist eine Aortenisthmusstenose durch Messung des kaudalen Blutdruckes auszuschließen. Immer wieder werden – peinlicherweise – solche Stenosen erst im Erwachsenenalter entdeckt.
2. Es fehlt der Hinweis, wie weit der Manschettendruck hochgepumpt werden muss, um eine Fehlmessung durch das Phänomen der „auskultatorischen Lücke“ zu vermeiden.
3. Von der invasiven Diagnostik des arteriellen Blutdruckes wissen wir, dass eine hohe Schlag-zu-Schlag-Variabilität besteht, dies insbesondere bei Rhythmusunregelmäßigkeiten, die sich auch auf das Auftreten der Korotkoffschen Töne auswirken sollte. Die Registrierung von Änderungen im Bereich von 2 mmHg erscheint in diesem Sinne eine Pseudogenauigkeit zu produzieren.

Dr. med. Sabine Schickendantz
Klinik und Poliklinik für Kinderkardiologie
Universität zu Köln
Josef-Stelzmann-Straße 9
50924 Köln
E-Mail: sabine.schickendantz@uk-koeln.de

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