ArchivDeutsches Ärzteblatt39/2007Sekundäre Neoplasien bei Kindern

MEDIZIN: Referiert

Sekundäre Neoplasien bei Kindern

Dtsch Arztebl 2007; 104(39): A-2665 / B-2355 / C-2287

Lu

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LNSLNS Nach erfolgreicher Behandlung der akuten lymphoblastischen Leukämie (ALL) haben die Kinder ein stark erhöhtes Krebsrisiko. Dies ergab eine amerikanische Studie. Die Forscher hatten retrospektiv 2 169 Patienten untersucht. Die Kinder waren wegen ALL in den Jahren zwischen 1962 und 1998 im St. Jude Children`s Research Hospital in Memphis behandelt worden. Bei allen konnte eine komplette Remission erreicht werden. Die Nachbeobachtung erfolgte im Mittel 18,7 Jahre lang. Eine sekundäre Neoplasie trat bei 123 Patienten auf. 46 Betroffene entwickelten eine myeloide Leukämie, 3 Lymphome, 14 Basalzellkarzinome, 16 andere Karzinome, 6 Sarkome, 16 Meningeome und 22 andere Hirntumoren. Die Häufigkeit für sekundäre Neoplasien lag bei der untersuchten Gruppe bei 4,17 % nach 15 Jahren und stieg bis auf 10,85 % nach 30 Jahren an. Nach Ausschluss von Meningeomen und Basalzellkarzinomen hatten die Kinder, verglichen mit der Gesamtbevölkerung, ein 13,5-fach erhöhtes Risiko, an Krebs zu erkranken. Die Autoren raten zu einer lebenslangen Nachsorge. Lu

Nobuko H et al.: Cumulative incidence of secondary neoplasms as a first event after childhood acute lymphoblastic leukemia. JAMA 2007; 297(11): 1207–15.

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