ArchivDeutsches Ärzteblatt39/2007Kardiovaskuläre unerwünschte Ereignisse von Etoricoxib und Diclofenac

MEDIZIN: Referiert

Kardiovaskuläre unerwünschte Ereignisse von Etoricoxib und Diclofenac

Dtsch Arztebl 2007; 104(39): A-2666 / B-2356 / C-2288

w

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS Die erste prospektive Head-to-head-Studie zwischen dem COX-2-Hemmer Etoricoxib und dem konventionellen nichtsteroidalen Antirheumatikum Diclofenac bezüglich kardiovaskulärer Langzeitwirkungen (MEDAL-Studie) ergab vergleichbare Raten an thromboembolischen Herz-Kreis-lauf-Ereignissen. 34 701 Patienten (24 913 mit Arthrose und 9 787 mit rheumatoider Arthritis) erhielten über durchschnittlich 18 Monate 60 beziehungsweise 90 mg Etoricoxib oder 150 mg Diclofenac täglich. Patienten mit gastrointestinalem Risiko wurde die Einnahme einer gastroprotektiven Therapie mit Protonenpumpenhemmern oder Misoprostol empfohlen.
In der Etoricoxib-Gruppe trat bei 320 Patienten ein kardiovaskuläres Ereignis auf, in der Diclofenac-Gruppe bei 323 Patienten, einer Rate von 1,24 beziehungsweise 1,30 pro 100 Patientenjahre entsprechend.
Die Zahl gastrointestinaler Ereignisse wie beispielsweise Blutung, Perforation oder Ulkus war unter Etoricoxib mit 0,67 versus 0,97 pro 100 Patientenjahre signifikant niedriger, die Rate schwerwiegender Komplikationen lag jedoch unter Etoricoxib ähnlich hoch wie unter Diclofenac (0,30 versus 0,32).
Kritisch anzumerken bleibt, dass ein direkter Vergleich von Coxiben mit anderen konventionellen NSAR wie Ibuprofen oder Naproxen, die andere pharmakokinetische Eigenschaften aufweisen, immer noch fehlt. w

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema