ArchivDeutsches Ärzteblatt9/1996„Vorschlag zur Kostendämpfung„, Antwort: Der Bundesminister für Gesundheit Horst Seehofer MdB

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„Vorschlag zur Kostendämpfung„, Antwort: Der Bundesminister für Gesundheit Horst Seehofer MdB

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LNSLNS An den Stammtisch Rabenden im Gasthof Neureiter
Herrn Josef Matuschek
Rabenden 3
83352 Altenmarkt


Sehr geehrter Herr Matuschek,


ich danke Ihnen für Ihr Schreiben. Endlich nimmt jemand tatkräftig die Selbstverantwortung ernst und entwickelt Eigeninitiative nach dem Motto "Hilf’ Dir selbst, sonst hilft Dir keiner".
Die Dokumentation der recht ungewöhnlichen Zahnbehandlung mittels isolierter Spitzzange Ihres Stammtischfreundes hat mich sehr amüsiert. Beeindruckend ist neben der fachgerechten Ausführung durch den "Zahnarzt" auch die einfühlsame Betreuung durch den Zahnarzthelfer. Daß eine Wundbehandlung aufgrund der erfolgten "Desinfektion" nicht erforderlich wurde, kann ich mir sehr gut vorstellen.
Diese Methode muß unzweifelhaft als kostengünstiger bezeichnet werden, wenngleich ein größerer Zulauf von Patienten für den Feichtner Sepp nicht zu erwarten sein wird.
Aus Sicht des Ge­sund­heits­mi­nis­ters lassen sich auch noch weitere Vorteile dieser "Behandlungsform" nicht verhehlen:
l Der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung wurden Kosten für einen Zahnarztbesuch erspart.
l Und nicht zuletzt konnte Ihr Zahnarzt sein Budget schonen.
Mit den besten Genesungswünschen für Ihren Freund verbleibe ich mit freundlichen Grüßen


Ihr Horst Seehofer

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