ArchivDeutsches Ärzteblatt40/2007RANDNOTIZ: Anleitung zum Glücklichsein

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RANDNOTIZ: Anleitung zum Glücklichsein

Dtsch Arztebl 2007; 104(40): A-2685 / B-2377 / C-2305

Klinkhammer, Gisela

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LNSLNS Kann man Glücksichsein lernen? Ja, meint Ernst Fritz-Schubert, Schulleiter der Heidelberger Willy-Hellpach-Schule. In der Berufsfachschule und dem Wirtschaftsgymnasium werden Schüler nämlich seit Kurzem im Unterrichtsfach Glück unterrichtet, das sogar in der mündlichen Prüfung im Abitur zählen kann. Fritz-Schubert wollte es nicht länger hinnehmen, dass die Schule in der Beliebtheitsskala gleich nach dem Zahnarztbesuch rangiert. Da müsse sich etwas ändern, meinte der Oberstudiendirektor und entwickelte gemeinsam mit einigen Kollegen, mit Prof. Dr. Wolfgang Knörzer vom Institut für Alltags- und Bewegungskultur an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg und mit Bernhard Peters, dem Sportdirektor des Fußball-Zweitligisten Hoffenheim, ein Konzept. Danach genügt es nicht, Schüler lediglich in positiver Psychologie zu unterweisen. „Psychologie ja – aber wir möchten hier auch ein Bewusstsein dafür schaffen, wie sich eine gesunde Ernährung auf die Stimmung auswirkt oder wie Sport hilft, sich im eigenen Körper wohlzufühlen“, sagt Fritz-Schubert. Neben Motivationstraining und Theaterspielen stehen das Einkaufen und die Zubereitung gesunder Ernährung auf dem Stundenplan. Ob man durch diesen Unterricht wirklich glücklich wird, bleibt fraglich. Schließlich empfindet jeder Glück auf eine individuelle Weise. Doch den Schülern scheint das neue Fach zu gefallen. Und das Einzige, was sie möglicherweise daran unglücklich machen könnte, nämlich eine schlechte Zensur, möchten sie auf jeden Fall vermeiden. „Ich habe das Fach gewählt, weil es mich interessiert“, sagt einer der Schüler. Da wolle er doch keine Fünf in „Glück“.
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