ArchivDeutsches Ärzteblatt40/2007Mecklenburg-Vorpommern: Geld für Telemedizinprojekte

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Mecklenburg-Vorpommern: Geld für Telemedizinprojekte

Dtsch Arztebl 2007; 104(40): A-2690

Krüger-Brand, Heike E.

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Erwin Sellering: Daten sollen reisen, nicht die Patienten. Foto: ddp
Erwin Sellering: Daten sollen reisen, nicht die Patienten. Foto: ddp
Mecklenburg-Vorpommern will bis zum Jahr 2010 rund 1,2 Millionen Euro aus dem Zukunftsfonds in telemedizinische Projekte investieren, die für eine bessere medizinische Versorgung sorgen. „Mecklenburg-Vorpommern ist ein dünn besiedeltes Land, und die Menschen werden immer älter“, sagte Ge­sund­heits­mi­nis­ter Erwin Sellering (SPD). Das stelle die Ärzte vor große Herausforderungen, weil sie mehr Patienten behandeln und immer weitere Strecken zurücklegen müssten. „Wir wollen erreichen, dass künftig nicht die Patienten oder die Hausärzte reisen müssen, sondern die Daten.“
Um die Zusammenarbeit der Akteure auf dem Gebiet der Telemedizin zu intensivieren, wird beim Sozialministerium ein Beirat für Telemedizin eingerichtet, der über die Vergabe der Fördergelder entscheidet. Im Beirat sind die Kassenärztliche Vereinigung, die Krankenhausgesellschaft, die Ärztekammer, die AOK, die Fachhochschule Stralsund, die Universität Greifswald sowie die SPD-Fraktion und die CDU-Fraktion vertreten. Voraussetzung für die Förderung ist, dass die Projekte direkt den Patienten zugute kommen. Die Daten, die dabei verwendet werden, müssen auch zum System der elektronischen Gesundheitskarte passen.
Mit der Teleradiologie können nach Sellering auch kleine Einrichtungen eine gute medizinische Versorgung anbieten. Darüber hinaus soll die Telemedizin im Nordosten auch dafür genutzt werden, mikroskopische Aufnahmen von krebsverdächtigem Gewebe von Spezialisten begutachten zu lassen. KBr
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