ArchivDeutsches Ärzteblatt40/2007Filmkalender: Im Kino andere Welten entdecken

KULTUR

Filmkalender: Im Kino andere Welten entdecken

Dtsch Arztebl 2007; 104(40): A-2745 / C-2354

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LNSLNS Von Westernlegenden und Popmythen – das Deutsche Ärzteblatt stellt alle vier Wochen eine Auswahl sehenswerter Neustarts vor.

Drama
Ab 4. Oktober:
Foto: Concorde Filmverleih
Foto: Concorde Filmverleih
Geliebte Jane
Einer dieser schönen, perfekten Filme für Herz und Geist. Elegant und geschliffen, dazu voller Emotionen. Als wäre es ein von ihr selbst geschriebener Roman, entfaltet sich das Leben der englischen Schriftstellerin Jane Austen (1775 bis 1817). Noch ist die junge Jane (Anne Hathaway) nicht die Autorin, die sie einmal werden wird, nicht die abgesicherte Ehefrau, die sie im England des 18. Jahrhunderts werden muss. Obwohl ihre Familie verarmt ist, schlägt sie lukrative Angebote von Langweilern aus. Als sie aber Tom Lefroy (James McAvoy) kennenlernt, entdeckt sie die Liebe. Doch mehr als seine arrogante Schale erweist sich seine finanzielle Abhängigkeit als großes Hindernis. Nach vielen Verfilmungen ihrer Romane spekuliert dieses romantische Drama über Austens Liebesleben und dessen Einfluss auf ihr Werk.
USA/Großbritannien 2007, 121 Minuten

Ab 18. Oktober:
Gefahr und Begierde
Goldener Löwe bei den Filmfestspielen 2007 in Venedig für diesen erotisch aufgeladenen Spionagethriller, der im Schanghai der 40er-Jahre spielt. Kurz vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs schließt sich Wong Chia Chi einer studentischen Widerstandsgruppe an. Sie soll als Lockvogel für den Kollaborateur der japanischen Besatzer, Lee, eingesetzt werden. Lee kann sich ihrem Charme nicht entziehen, und auch die junge Schauspielerin verliebt sich in den Verhörexperten. Mit der Verfilmung einer Kurzgeschichte von Eileen Chang kehrt der aus Taiwan stammende Regisseur Ang Lee („Brokeback Mountain“, „Eat Drink Man Woman“) nach Asien zurück – mit einer zerstörerischen Obsession, die er selbst mit „Der letzte Tango von Paris“ vergleicht.
USA/China/Taiwan 2007,157 Minuten

Ab 25. Oktober:
Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford
Brad Pitt (Jesse James), Casey Affleck (Robert Ford) und Sam Shepard (Frank James) sind die Protagonisten dieser Neuerzählung der Westernlegende von Jesse James. Wieder aufgerollt wird der Mythos von dem Australier Andrew Dominik, der bereits mit seinem gallig-bösen Debüt „Chopper“ bewies, dass er stets den Menschen hinter dem „bad guy“ sucht. Auch hier versucht er, die Persönlichkeit des Helden zu ergründen. So ist es nicht verwunderlich, dass Hollywoods derzeit größter Star, Brad Pitt – hier mit schwarzen Haaren –, Gefallen an der ikonischen Figur des Jesse James fand. Der fühlt sich inmitten seiner Gang absolut sicher und ahnt nicht, dass ausgerechnet sein Vertrauter Robert Ford plant, ihn zu ermorden.
USA 2007, 160 Minuten

Komödie
Ab 25. Oktober:
Odette Toulemonde
Odette Toulemonde ist eine nette Kosmetikverkäuferin und ihren Kindern eine gute Mutter. Außerdem ist sie der größte Fan von Schnulzenautor Balthazar Balsan. Sie schreibt ihm einen flammenden Brief. Prompt steht der Pariser Herr vor ihrer Tür. Denn der von der Kritik und seiner Frau düpierte Bestsellerautor will sich von ihr trösten lassen. Eric Emmanuel Schmitt („Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran“) schuf das Liebesmärchen vom Aschenputtel, das den intellektuellen Prinzen verzaubert.
Frankreich 2007, 100 Minuten

Dokumentation
Ab 4. Oktober:
Monks – The Transatlantic Feedback
Die Monks gehörten zu den wichtigsten und innovativsten Popgruppen der 60er-Jahre. Kaum eine andere Band aus dieser Ära war Vorreiter für derartig viele epochale Popgenres wie diese fünf in Deutschland lebenden ehemaligen GIs.
Mit ihrem Porträt erinnern Dietmar Post und Lucía Palacios nicht nur an die Musiker, sie erklären ein Phänomen und schufen ein dokumentarisches Roadmovie. Zwischen 1965 und 1967 waren die Monks 365 Tage im Jahr in Deutschland unterwegs. Und so trägt der Film die unglaubliche Geschichte der Band zurück an die einzelnen Orte des Geschehens.
Deutschland/USA /Spanien 2006,
100 Minuten


Alfred Vendl/Steve Nicholls: „Bionik – Das Genie der Natur“, DVD 2007, Deutsch/Englisch, 154 Min, Polyband, Verkaufsstart: 28. 9. 2007, ab circa 16 Euro. Foto: Polyband Medien
Alfred Vendl/Steve Nicholls: „Bionik – Das Genie der Natur“, DVD 2007, Deutsch/Englisch, 154 Min, Polyband, Verkaufsstart: 28. 9. 2007, ab circa 16 Euro. Foto: Polyband Medien
DVD-Tipp

Die kreativen Baupläne der Natur
Wenn die Technik von der Natur lernt, spricht man von Bionik. Wie verblüffend intelligent die Konstruktionspläne des Lebens sein können, dokumentiert die DVD „Das Genie der Natur“. Die Regisseure verwenden Techniken wie Superzeitlupe oder Elektronenmikroskop und ermöglichen damit völlig neue Einblicke in die ausgeklügelten Lösungen, die der Planet Erde in vier Milliarden Jahren entwickelte – zum Beispiel, wie man sich am besten fortbewegt, an Nahrung kommt, Partner findet und sich an Extreme aller Art anpasst. Die Dokumentation ist aufgeteilt in die drei Folgen „Die Magie der Bewegung“, „Material ist alles“ und „Energie ist der Schlüssel“.
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