ArchivDeutsches Ärzteblatt41/2007Demografischer Wandel: Unternehmen müssen sich umstellen

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Demografischer Wandel: Unternehmen müssen sich umstellen

Dtsch Arztebl 2007; 104(41): A-2762 / B-2442 / C-2370

Gerst, Thomas

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Wandel in der Arbeitswelt: Das Durchschnittsalter der Beschäftigten steigt. Die betriebsärztliche Gesundheitsförderung wird immer wichtiger. Foto: Photothek
Wandel in der Arbeitswelt: Das Durchschnittsalter der Beschäftigten steigt. Die betriebsärztliche Gesund­heits­förder­ung wird immer wichtiger. Foto: Photothek
Der Verband Deutscher Betriebs- und Werksärzte e.V. (VDBW) weist auf den Wandel der Arbeitswelt durch die Verschiebung des Durchschnittsalters der Beschäftigten in den Betrieben hin. „Die Beschäftigungsfähigkeit älterer Arbeitnehmer zu erhalten, ist vordringliche Aufgabe der Betriebsärzte. Vor allem die aktive Gesund­heits­förder­ung am Arbeitsplatz durch die Betriebsärzte ist unser Ziel“, betonte VDBW-Präsident, Dr. med. Wolfgang Panter. Dem Umgang mit diesem Sachverhalt galt einer der Schwerpunkte der 23. Arbeitsmedizinischen Herbsttagung des VDBW vom 4. bis 6. Oktober in Köln. Der demografische Wandel als ein Problem, mit dem man sich dringend auseinandersetzen müsse, komme erst jetzt bei vielen Mittel- und Kleinbetrieben an, führte Panter aus. Dabei hätten sowohl die Arbeitsmediziner als auch die jeweiligen Arbeitgeberverbände bereits seit Jahren darauf hingewiesen.
Eine adäquate arbeitsmedizinische Versorgung werde aber durch die pauschale Pro-Kopf-Honorierung der Betriebsärzte gemäß den berufsgenossenschaftlichen Vorschriften erschwert, sagte Panter. Hier müsse eine größere Variabilität bei der Betreuung der Arbeitnehmer möglich sein. Gerade die Zunahme bei den psychischen und musculoskeletalen Erkrankungen erfordere oft eine intensivere arbeitsmedizinische Betreuung, was durch die niedrigen Kopfpauschalen nicht abgedeckt werden könne. Umgekehrt müssten dort, wo optimale Arbeitsverhältnisse herrschten, entsprechende niedrigere Pauschalen möglich sein.
Mit Blick auf die aktuelle Gesetzgebung forderte Panter eine Verankerung der Arbeitsmedizin im geplanten Präventionsgesetz. Hierbei gehe es nicht um finanzielle Interessen, sondern darum, dass Vorsorgemaßnahmen am Arbeitsplatz innerhalb des Präventionsspektrums einen breiten Raum einnehmen müssten. TG
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