ArchivDeutsches Ärzteblatt41/2007Krankenhausärzte: Deshalb nach Österreich
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Diese Thesen müssen kommentiert werden: These 2, 5 und 6 sind weitgehend akzeptabel. These 1 ist falsch. Das Chefarztsystem hat sich nicht bewährt. Es hat dazu geführt, dass durch die Abwanderung von Ärzten aller Qualifikationsstufen volkswirtschaftliche Millionenschäden entstehen, dass in großen ausländischen Krankenhäusern bis zu 25 Prozent deutsche Ärzte arbeiten und mehr als 3 000 freie Arztstellen zu verzeichnen sind. These 3 ist wünschenswert, aber nicht realisierbar. Vermutlich kann in der Anästhesie ein leitender Arzt nicht Kinderanästhesie, Kardioanästhesie, Intensivtherapie, ambulante Anästhesie, Schmerztherapie state of the art vertreten. These 4 schließt an den Widerspruch zu These 1 an. Die bisherige Höhe der Chefarztgehälter (auch im Vergleich zur Wirtschaft) und immense Ungleichverteilung der Einnahmen sind ein wesentlicher Teil der Frustration der jungen und mittelalten Ärztegeneration. Eine akzeptable Bezahlung der Führungskräfte und der nachgeordneten Ärzte muss eine zwingende Einheit sein. Punkt 1 und 4 führten zu meiner Abwanderung nach Österreich.
Prim. Dr. Michael Ulrich Füssel,
Ignaz-Harrer-Straße 79, A-5020 Salzburg
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