ArchivDeutsches Ärzteblatt42/2007China: Zugeständnisse bei Transplantationen

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China: Zugeständnisse bei Transplantationen

Dtsch Arztebl 2007; 104(42): A-2836 / B-2504 / C-2432

Korzilius, Heike

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Protest gegen die Organentnahme bei Hingerichteten – hier eine Demonstration in Hamburg. Foto: dpa
Protest gegen die Organentnahme bei Hingerichteten – hier eine Demonstration in Hamburg. Foto: dpa
Der Chinesische Ärztebund will sich dafür einsetzen, dass Organe hingerichteter Gefangener künftig nicht mehr zur Transplantation verwendet werden dürfen, es sei denn, Familienangehörige profitieren von einer solchen Spende. Das hat die Ärztevereinigung, der rund eine halbe Million Mediziner angehören, bei der Generalversammlung des Weltärztebundes (World Medical Association, WMA) Anfang Oktober in Kopenhagen erklärt. Die WMA wertete dies als „positiven Schritt nach vorne“. Ermutigend sei auch, dass die chinesische Regierung kürzlich den Handel mit Spenderorganen verboten hat.
Die WMA-Generalversammlung hat außerdem eine Empfehlung verabschiedet, die Ärzte verpflichtet, Fälle von Folter zu dokumentieren. Der neue Präsident des Weltärztebundes, der Isländer Jon Snaedal, sagte: „Ärzte haben eine Schlüsselrolle inne, wenn es darum geht, Folterspuren zu entdecken und zu dokumentieren. Durch ihr Zeugnis können sie einen wichtigen Beitrag im Kampf gegen die Folter leisten.“ Weiter forderte die WMA-Generalversammlung in Kopenhagen, Arzneimittel zur Raucherentwöhnung auf die Liste der unentbehrlichen Medikamente der Welt­gesund­heits­organi­sation zu setzen. Im Kampf gegen das Rauchen hat die WMA medizinische Fakultäten, Forschungseinrichtungen und Krankenhäuser aufgerufen, auf ihrem Gelände das Rauchen zu verbieten und keine Forschungsgelder aus der Tabakindustrie anzunehmen. HK
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