ArchivDeutsches Ärzteblatt42/2007Krankenhaus: Tablett mit Namen
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Der optimistische Artikel über das Krankenhaus der Zukunft ist eindrucksvoll. Die Realität unterscheidet sich davon aber doch noch recht deutlich. Als Patient – der übrigens mit Ärzten und Schwestern sehr zufrieden war – konnte ich die Segnungen der Standardisierung erleben. So wurde eingespeichert, dass ich Diabetiker bin, und es sollte jeweils ein geeignetes Essen für mich bereitgestellt werden. Die Standardisierung bereitete dann auch Frühstückstabletts mit Namen vor. Mein Tablett hatte leider immer einen anderen Namen und keine Zucker-Diät. Die Tabletten wurden einzeln abgepackt und mit Uhrzeit der Einnahme versehen. Leider erhielt man die Tabletten, die man morgens einnehmen sollte, erst am Abend. Im Arztbrief waren dann andere Medikamente vermerkt, als die, die man tatsächlich bekommen hatte. Es wird wohl noch etwas dauern, bis die stromlinienförmige Theorie in der Praxis angekommen ist.
Prof. Dr. med. H.-P. Heilmann, Kritenbarg 51,
22391 Hamburg
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