ArchivDeutsches Ärzteblatt42/2007Krankenhaus: Geldverschwendung
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Was taugt denn der Jubel ums „Future Hospital“ mit all den grandiosen Einsparungen, wenn seit Ewigkeiten und für alle Zeiten an der Basis das Geld zum Fenster rausfliegt? Bei Asklepios war ich schon mehrfach in „Kost und Logis“; habe jedes Mal Kritik geübt – schriftlich bei der Verwaltung –, aber nichts geschieht. Beispiele: Jede Stationshilfe lässt grundsätzlich das Licht in der Nasszelle brennen, wenn ihre Arbeit fertig ist. Wenn in 100 Krankenzimmern 24 Stunden mal 365 Tage die Stand-by-Beleuchtung an den Fernsehgeräten brennt, kommt eine ungeheure Summe zusammen. Wenn der Chirurg bei der Nachschau am Tag nach der Operation die nagelneue, nicht beschmutzte, elastische Binde herunterschneidet (abwickeln dauert nicht länger!), blutet das Herz der sparsamen Hausfrau. Zum „Ausgleich“ wurde dann von zehn Tagen neunmal das Stück Obst vergessen, um das ich gebeten hatte.
Dr. Liselott Meißner, Am Reiterbach 4,
83661 Lenggries

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