ArchivDeutsches Ärzteblatt42/2007Prophylaxe tiefer Bein- und Beckenvenenthrombose

MEDIZIN: Übersichtsarbeit

Prophylaxe tiefer Bein- und Beckenvenenthrombose

Thromboprophylaxis in Germany

Dtsch Arztebl 2007; 104(42): A-2886 / B-2543 / C-2467

Moerchel, Christian; Kroeger, Knut

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LNSLNS Zusammenfassung
Einleitung: Trotz großer Fortschritte in der Medizin mit schonenden Therapieverfahren, früherer Mobilisation und effektiven Prophylaxemaßnahmen stellen venöse Thromboembolien unverändert eine große Belastung für die Patienten dar. Methoden: Übersichtsarbeit auf der Basis einer selektiven Literaturübersicht. Ergebnisse: Die Datenlage zur Häufigkeit letaler Lungenembolien in Deutschland ist schlecht. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist es bisher nicht gelungen, die Zahl letaler Lungenembolien seit 1982 effektiv zu senken. Die Gründe dafür sind unklar. Ein bisher wenig beachteter Sektor ist die Prophylaxe venöser Thromboembolien in der hausärztlichen Versorgung. Mit dem Umbau des Gesundheitssystems – weg von der stationären hin zur ambulanten Versorgung – steigt die Notwendigkeit, sich mit dem Thromboembolierisiko im hausärztlichen Bereich auseinanderzusetzen. Diskussion: Der zunehmende Bedarf an ambulanter Patientenversorgung muss von einer Etablierung anerkannter Konzepte der Thromboseprophylaxe mit klarer Definition der Verantwortlichkeiten begleitet werden. Ebenso gilt es, die Qualität der Thromboseprophylaxe durch Schulungen und Zertifizierungen zu sichern und ihre Umsetzung durch Budgetanpassungen zu gewährleisten.
Dtsch Arztebl 2007; 104(42): A 2886–93
Schlüsselwörter: Thrombose, Lungenembolie, Mortalität, Prophylaxe, Heparin

Summary
Thromboprophylaxis in Germany
Introduction: Despite great improvements in medicine including non invasive treatments, early mobilisation and effective prophylactic strategies, venous thromboembolism (VTE) remains a great challenge. Methods: Selective literature review. Results: The database documenting the prevalence of fatal pulmonary embolism in Germany is poor. According to the Federal Statistical Office all efforts to reduce the number of fatal pulmonary embolism in Germany in the recent two decades seems to have been ineffective. The reasons for this are poorly understood. The importance of VTE appears to receive insufficient attention from primary care physicians. With the introduction of health service reforms and the forced reduction of hospital beds, hospital stays are getting shorter and shorter. Thus, the need for outpatient VTE prophylaxis ever more pressing for primary care physicians. Discussion: Structural changes in the German health service leading to increasing numbers of non-hospitalized patients must be accompanied by implementation guidelines for VTE prophylaxis which clarify areas of responsibility. It is mandatory to ensure the quality of VTE prophylaxis by education and certification, and to maked budgetary provision for its use.
Arztebl 2007; 104(42): A 2886–93
Key words: deep vein thrombosis, pulmonary embolism, mortality, prophylaxis, heparin


Obwohl die Lungenembolie durch moderne Prophylaxemaßnahmen in circa 60 % der Fälle vermeidbar ist, sterben in Deutschland jährlich mehrere tausend Menschen daran (1). Im Gegensatz zum Herzinfarkt und Schlaganfall wird die tödlich verlaufende Lungenembolie nicht durch eine chronisch degenerative Gefäßerkrankung verursacht, sondern ist Folge eines Zusammentreffens von krankheitsbedingten und individuumsspezifischen Risikofaktoren.
Die Notwendigkeit einer Thromboseprophylaxe wurde über lange Jahre vorwiegend in den operativen Fächern diskutiert und hat zu anerkannten Konzepten geführt (2). In den nicht chirurgischen Fächern hat man die Thromboseprophylaxe bisher wesentlich weniger beachtet, obwohl die ersten Studien in der Inneren Medizin bereits Ende der 1970er-Jahre publiziert wurden (e1, e2).
Angesichts aktueller Entwicklungen im Gesundheitssystem werden heute an die Thromboseprophylaxe neue Anforderungen gestellt.
Mit Einführung der DRGs und dem gewünschten Abbau von Krankenhausbetten wird die Verweildauer der Patienten im stationären Bereich immer kürzer. Der Anteil der Patienten, die teilmobilisiert mit persistierenden Risikofaktoren entlassen werden, steigt (3, 4).
Durch die Zusammenarbeit von Hausärzten mit niedergelassenen Fachärzten oder durch Teilnahme an integrierten Versorgungskonzepten werden heute verschiedene Krankheitsbilder, wie zum Beispiel die Herzinsuffizienz, zunehmend primär ambulant versorgt und nicht dem stationären Sektor zugewiesen.
Die Sicherheit der Patientenversorgung steigt und ebenso die Erwartungshaltung hinsichtlich einer maximalen Versorgung. So muss der Arzt sich heute – auch wegen der Gefahr rechtlicher Konsequenzen – eher verteidigen, wenn er keine Thromboseprophylaxe durchführt, als noch vor 10 Jahren (5).
Da die Inzidenz der Thrombose und der Lungenembolie mit dem Alter dramatisch ansteigt, wird die Überalterung der Bevölkerung die Gesamtlast der thromboembolischen Erkrankungen für das Gesundheitssystem deutlich ansteigen lassen (Grafik-1-Internet, Grafik-2-Internet).
Prävalenz und Inzidenz
Exakte Daten zur Prävalenz und Inzidenz venöser Thromboembolien in Deutschland fehlen. Die Inzidenz der tiefen Bein-Becken-Venenthrombose kann auf der Basis einer französischen (6) und einer amerikanischen (7) bevölkerungsbasierten Studie für die erwachsene Bevölkerung mit etwa einer Neuerkrankung auf 1 000 Einwohner angegeben werden (Grafik-1-Internet). Dies würde für Deutschland etwa 80 000 Thrombosen im Jahr bedeuten.
Das Statistische Bundesamt publiziert zusammen mit dem Robert Koch-Institut Eckdaten der in Deutschland vollstationär behandelten Patienten (www.gbe-bund.de). Danach wurden 2005 unter der Hauptdiagnose I80 (Thrombose, Phlebitis und Thrombophlebitis) bundesweit 49 703 Patienten stationär behandelt (Tabelle 1). Die altersstandardisierte Fallzahl in den einzelnen Bundesländern variiert stark und schwankt zwischen 44 Thrombosen je 100 000 Einwohner in Hamburg und 70 im Saarland. Es bleibt jedoch unklar wie sich diese Zahl auf Thrombosen, Phlebitiden und Thrombophlebitiden verteilt. Da mittlerweile viele Patienten mit einer Becken-Bein-Venenthrombose ambulant behandelt werden und innerhalb der stationären Behandlungsfälle nicht auftauchen, spiegelt diese Zahl nicht die wahre Thromboseinzidenz wieder.
Bevölkerungsbasierte Daten zur Häufigkeit der tödlichen Lungenembolie in Deutschland gibt es ebenfalls nicht. Genannt werden Daten aus alten Sektionsstatistiken in der Größenordnung von 30 000 bis 40 000 Lungenembolietoten pro Jahr, ohne jedoch genau die Quellen zu nennen (8). Vom Statistischen Bundesamt wird die Zahl der Todesfälle durch Lungenembolie basierend auf den Angaben auf den Totenscheinen mit etwa 7 000 pro Jahr angegeben. Aus diesen Daten kann man aber nicht schließen, dass etwa 10 % der geschätzten 80 000 Thrombosepatienten an einer Lungenembolie sterben.
Obwohl deutlich mehr als 50 % der Patienten mit nachgewiesener Thrombose szintigrafisch gleichzeitig auch eine Lungenembolie haben (6, 9, 10) und unter adäquater Therapie 6 bis 7 % der Patienten weitere Lungenembolien bekommen (10), ist die letale Lungenembolie während der Thrombosetherapie selten. Douketis et al. untersuchten zur Frage der Anzahl tödlicher Lungenembolien unter Thrombosetherapie 25 prospektive Studien, in denen die Patienten initial einige Tage mit Heparin und dann nachfolgend für 3 Monate eine orale Antikoagulation erhalten hatten (11). Die Rate der tödlichen Lungenembolien während der Heparin- beziehungsweise Antikoagulationsphase lag bei 0,4 % (95-%-Konfidenzinterval [KI] 0,2 %–0,6 %). Akzeptiert man diese Daten, kann die Zahl des Statistischen Bundesamtes mit etwa 7 000 Lungenembolietoten in Deutschland nicht über die Zahl der diagnostizierten und therapierten Thrombosepatienten erklärt werden. Der überwiegende Anteil muss an einer Lungenembolie sterben, ohne dass zuvor eine Thrombose diagnostiziert worden war.
Die Zahl der vom Statistischen Bundesamt angegebenen Todesfälle durch Lungenembolie hat sich seit 1982 nicht wesentlich geändert (Grafik 1). Bei den großen Erfolgen in der Chirurgie mit schonenderen Operationsverfahren und früherer Mobilisation und dem gezielten Einsatz einer medikamentösen Prophylaxe hätte man eine Abnahme tödlicher Lungenembolien erwartet. So berichten Murray et al. eine Reduktion der Todesfälle durch Lungenembolien bei der Hüftchirurgie (12). Sie führten dazu eine Metaanalyse von 129 Studien durch. In Untersuchungen aus den 1960er-Jahren betrug die Inzidenz der letalen Lungenembolie 0,64 % und in den 1990ern 0,11 %. Dentali et al. berichten über die Erfolge bei internistischen Patienten. Ihre Metaanalyse von 7 Studien mit insgesamt 19 510 Patienten zeigt, dass die Heparinprophylaxe das Risiko einer letalen Lungenembolie bei internistischen Patienten signifikant senkt (von 0,39 auf 0,14 %) (1). Um eine tödliche Lungenembolie zu vermeiden, müssen allerdings 400 Patienten eine Heparinprophylaxe erhalten („number needed to treat“). Das Blutungsrisiko wurde durch die Heparinprophylaxe nicht signifikant von 0,44 ohne Prophylaxe auf 0,58 % erhöht.
Es gibt auch Daten, die unabhängig von Studien eine Abnahme der Häufigkeit letaler Lungenembolien im Zusammenhang mit bestimmten Krankheitsbildern zeigen. Eine amerikanische Arbeitsgruppe befasste sich mit der Rate von Todesfällen bei Patienten mit Herzinsuffizienz und analysierte dazu die Todesursachenstatistik. Danach sank die Zahl der Todesfälle durch Lungenembolien bei Patienten mit einer manifesten Herzinsuffizienz von 5 % 1980 auf 1,6 % 1998 (e3). Die Arbeitsgruppe beschreibt für den gleichen Zeitraum auch eine Abnahme der Lungenembolietoten im Zusammenhang mit einem Apoplex (von 0,62 auf 0,42 %) (e4) und bei Patienten, die infolge eines Tumorleidens starben (von 0,39 auf 0,15 %) (e5).
Leider gibt es für Deutschland keine vergleichbaren Daten. Es könnte sein, dass die oben beschriebenen Maßnahmen in den Krankenhäusern zu einer Reduktion der Todesfälle durch Lungenembolien führen, dass diese Abnahme aber durch einen Anstieg im ambulanten Bereich kompensiert wird und so die Zahl der erfassten Lungenembolietoten beim statistischen Bundesamt gleich bleibt. Zu welchen Risikogruppen die Lungenembolietoten gehörten, in welchen Risikosituationen sie starben, ob eine Prophylaxe erfolgte oder ob Zeichen einer Thrombose übersehen wurden, ist unklar.
Thromboserisiko und -prophylaxe
Zur Thromboseprophylaxe findet man auf der Internetseite der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften die Interdisziplinäre Leitlinie „Stationäre und ambulante Thromboembolie-Prophylaxe in der Chirurgie und der perioperativen Medizin“ aus dem Jahr 2003 (2). Danach werden chirurgischen Patienten abhängig von der durchzuführenden Operation beziehungsweise dem stattgehabten Trauma und den individuellen Risikofaktoren (Tabelle 2) in 3 Risikogruppen eingeteilt (Kasten).
Für internistische Patienten ist dort keine Leitlinie angegeben. Für diese Patientengruppe muss man auf eine Publikation aus dem Jahr 2002 zurückgreifen, die Ergebnis eines Expertentreffens ist (13). Ähnlich den chirurgischen Empfehlungen hängt das Thromboserisiko eines internistischen Patienten von der akuten Erkrankung und den individuellen Risikofaktoren ab (Grafik 2). Allerdings ist die Einschätzung des Thromboserisikos fließender und erfolgt nicht über konkrete Risikogruppen. Außerdem fällt auf, dass bei der Vielzahl der internistischen Krankheitsbilder nur wenige genannt sind. Es bleibt unklar wie das Thromboserisiko bei Patienten mit anderen Krankheitsbildern wie einer akuten Pankreatitis, Glomerulonephritis oder Leberinsuffizienz zu bewerten ist.
Problematisch an der Schätzung des Thromboserisikos für beide Fachrichtungen ist weniger das Erkennen eines hohen als die Abgrenzung des niedrigen Thromboserisikos. So wird für die Einteilung eines chirurgischen Patienten in eine niedrige Risikogruppe gefordert, das „kein oder nur ein geringes dispositionelles Risiko“ vorliegt. Unklare Angaben zu thromboembolischen Ereignissen bei Familienangehörigen oder zum Ausmaß der chronisch venösen Insuffizienz machen individuelle Entscheidungen gegen eine Prophylaxe leicht angreifbar. Hinzu kommt, dass in den entsprechenden Empfehlungen auch nicht festgelegt ist, dass ein niedriges Thromboserisiko mit dem Verzicht auf eine Thromboseprophylaxe gleichzusetzen ist. Diese Unschärfen führen dazu, dass im stationären chirurgischen Bereich die Thromboseprophylaxe auch ohne die individuelle Risikoschätzung eher zur Routine gehört. Bei internistischen Patienten hat die Auseinandersetzung mit dem Thromboserisiko weniger Tradition. Dies und die Beschränkung der Risikoschätzung auf wenige Krankheitsbilder führen eher zu einem zurückhaltenden Einsatz der Thromboseprophylaxe (14).
Prophylaxemaßnahmen
Basierend auf der Virchow'schen Trias, die der Blutzusammensetzung und der venösen Stase eine große Bedeutung bei der Thromboseentstehung beimisst, verweist jede Empfehlung zur Thromboseprohylaxe zu Beginn auf sogenannte Basismaßnahmen. Es gibt jedoch bisher keine kontrollierte randomisierte Studie, die einen Effekt einer „oralen Flüssigkeitszufuhr“, einer „Frühmobilisation“ oder „angeordneter Beinübungen“ auf das Thromboserisiko chirurgischer Patienten nachweist (15). Daher reichen diese Maßnahmen im Rahmen einer evidenzbasierten Medizin nicht allein.
Um der Stase entgegenzuwirken, verwendet man im stationären Bereich physikalische komprimierende Verfahren, wie beispielsweise Antithrombosestrümpfe, intermittierende pneumatische Kompressionen und Fußsohlenpumpen, oder elektrische Verfahren zur Muskelstimulation. Am weitesten verbreitet sind Antithrombosestrümpfe. Die Studien zu ihrer Wirksamkeit sind aber einerseits relativ alt und andererseits nur an kleinen Kollektiven mit ausgewählten Krankheitsbildern durchgeführt worden. Eine der wenigen Untersuchungen zu Antithrombosestrümpfen bei internistischen Patienten wurde 1993 publiziert. Sie nutzte zum Thrombosenachweis noch die Jod125-Fibrinogen-Uptake-Methode, die heute als obsolet gilt (16). Metaanalysen der wenigen Studien zeigen einen signifikanten Effekt hinsichtlich einer Reduktion des allgemeinen Thromboserisikos nicht aber des Risikos für proximale Thrombosen und Lungenembolien (Tabelle 3). Die heute anerkannten Verfahren zum Nachweis einer Lungenembolie gab es zur Zeit der Durchführung dieser Studien nicht, sodass eine Untersuchung bezüglich der effektiven Prophylaxe von Lungenembolien durch Antithrombosestrümpfe bis heute nicht erfolgt ist. Die übrigen mechanischen Prophylaxeverfahren sind nur für wenige spezifische Patientengruppen erforscht.
Hausärztliche Thromboseprophylaxe
Die Thromboseprophylaxe im hausärztlichen unterscheidet sich von der im stationären Bereich. Grundsätzlich muss man „die Fortführung einer Prophylaxe nach stationärer Behandlung“ und die „Prophylaxe begleitend zur hausärztlichen Behandlung“ unterscheiden.

Poststationär
Die Notwendigkeit einer poststationären Thromboseprophylaxe hängt vom Thromboserisiko ab, das anhand der Zahl der individuellen Risikofaktoren und der Art des Eingriffs festgelegt werden kann. Bei geringem Thromboserisiko stehen physikalische Maßnahmen der forcierten Mobilisation im Vordergrund (2, 15). Für die Fortführung der medikamentösen Thromboseprophylaxe nach stationärer Behandlung steht in der interdisziplinären S2-Leitlinie aus dem Jahr 2003 (2): „Bei Fortbestehen relevanter Risikofaktoren für venöse Thromboembolien nach Krankenhausentlassung, sollte eine poststationäre Prophylaxe in Erwägung gezogen werden. Der Nutzen einer vier- bis fünfwöchigen medikamentösen Thromboembolieprophylaxe konnte für Patienten nach Hüftersatzoperation, Hüftfraktur sowie nach großen Malignomoperationen der Viszeralchirurgie in klinischen Studien nachgewiesen werden, sodass im Einzelfall eine stationär begonnene Prophylaxe auch ambulant weitergeführt werden sollte. Der weiterbehandelnde Arzt ist über die Notwendigkeit der Prophylaxe zu informieren. Zur Dauer der medikamentösen Thromboembolieprophylaxe erlauben die vorliegenden Ergebnisse der klinischen Studien noch keine generell verbindliche Empfehlung. Sie ist abhängig von zusätzlichen dispositionellen Risikofaktoren, dem operativen Trauma und dem Grad der Immobilisation.“ Diese poststationäre Prophylaxe nach ausgewählten chirurgischen Eingriffen ist daher für den Hausarzt obligat. Die Dauer ist abhängig vom Genesungsverlauf.

Begleitend zur hausärztlichen Therapie
Schwieriger als die Fortführung einer stationär begonnenen Thromboseprophylaxe beim Hausarzt gestaltet sich die Frage nach deren Handhabung begleitend zur hausärztlichen Behandlung. Leitlinien oder evidenzbasierte Daten auf Basis randomisierter Studien fehlen. Gleichzeitig nimmt der Druck zur ambulanten Behandlung zu und viele Krankheitsbilder, die vor Jahren noch streng stationär behandelt wurden, werden heute hausärztlich betreut. Ein typisches Beispiel ist die chronische koronare Herzerkrankung als häufige Ursache der Herzinsuffizienz. In den Nationalen Versorgungsleitlinien heißt es (17): „Die Langzeit-Betreuung des Patienten und deren Dokumentation sowie die Koordination diagnostischer, therapeutischer und rehabilitativer Maßnahmen, zum Beispiel im Rahmen eines strukturierten Behandlungsprogramms, erfolgen grundsätzlich durch den Hausarzt. Wenn medizinische Gründe es erfordern, sollte der Patient gemeinsam mit einem Facharzt für Kardiologie betreut werden.“
Für die Thromboseprophylaxe bei stationär behandelten nicht chirurgischen Patienten gibt es randomisierte Studien und internationale Empfehlungen (18, 19, 20, 21, 22). Die MEDENOX-Studie zeigte 1999, dass bei internistischen Patienten die Inzidenz der Becken-Bein-Venenthrombosen mit der Applikation von 40 mg Enoxaparin täglich signifikant reduziert werden konnte (14,9 % in der Placebogruppe auf 5,5 % in der Therapiegruppe) (18). Die Studien führten auch dazu, dass die ACCP-Guidelines (Empfehlungen des Amerikanischen College of Chest Physicians) sich 2004 eindeutig für eine Thromboseprophylaxe ausgesprochen haben bei „stationär behandelten Patienten mit Herzinsuffizienz und schweren Atemwegserkrankungen und Patienten die immobil sind und einen der folgenden Risikofaktoren aufweisen: aktives Tumorleiden, Zustand nach Thromboembolie, Infektionen, akute neurologische Krankheitsbilder oder entzündliche Darm­er­krank­ungen“. Entsprechende Leitlinien der deutschen Gesellschaft für Innere Medizin fehlen leider bisher.
Für den ambulanten hausärztlichen Bereich gibt es ebenfalls keine Leitlinien zur Thromboseprophylaxe. Der Bedarf ist jedoch groß, weil das Risiko für ein thromboembolisches Ereignis bei einem akut internistisch erkrankten Patienten, der ambulant behandelt wird, vermutlich ebenso hoch ist wie für stationär behandelte Patienten. In Spanien wird seit März 2001 ein Register thromboembolischer Erkrankungen geführt, in das mittlerweile mehr als 6 000 Patienten eingeschlossen wurden. In einer Analyse aus 2004 berichten die Autoren über 756 akut internistisch und 884 chirurgisch erkrankte Patienten, die vor der Diagnosestellung 4 oder mehr Tage immobil waren. Interessanterweise handelte es sich bei den internistisch Erkrankten zu 60 % und bei den chirurgischen zu 56 % um ambulante Patienten. Eine Thromboseprophylaxe hatten nur 28 % der internistischen, aber 67 % der chirurgischen Patienten erhalten (23). Diese Zahlen zeigen, wie sehr das Risiko für eine Thromboembolie bei ambulanten nicht chirurgisch erkrankten Patienten unterschätzt wird.
Diskussion
Das mangelnde Bewusstsein für ein thrombembolisches Ereignis im ambulanten Sektor ist mit traditionellen Strukturen begründbar, weil es bisher nahezu keine Forschung zur Thromboembolieprophylaxe im ambulanten hausärztlichen Bereich gab. Doch sobald der Patient aus dem Krankenhaus oder der ambulanten fachärztlichen Versorgung entlassen ist, liegt die Verantwortung beim Hausarzt. Die Verantwortlichkeiten zwischen ambulanten und stationären Sektor sind daher dringend zu klären.
Die Bemühungen um die Thromboembolie in Deutschland liegen weit hinter denen anderer europäischer Länder. Besonders Frankreich ist hier Vorreiter. 2004 definierte das französische Ge­sund­heits­mi­nis­terium erstmals ein messbares Ziel zur Senkung der Thromboembolierate. Im Gesetz Nr. 2004-B06 vom 9. August 2004 zur öffentlichen Gesundheitspolitik wurde unter anderem die Senkung der thromboembolischen Erkrankungsbilder um 15 % bis 2008 festgeschrieben.
In Deutschland sind folgende Maßnahmen zur Reduktion der letalen Lungenembolien zu fordern:
- Das Krankheitsbild der venösen Thrombose mit seiner potenziell tödlichen Komplikation der Lungenembolie soll in das Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt werden. Nur eine gezielte Prophylaxe und eine rechtzeitige Therapie reduzieren die Zahl der Thrombosen mit ihren lebenslangen Spätfolgen, die Zahl der letalen Lungenembolien und die immensen Folgekosten für das Gesundheitssystem.
- Die Verlagerung der Thromboseproblematik in den ambulanten hausärztlichen Bereich durch den Kostendruck im Gesundheitssystem und die Einführung der DRGs muss durch strukturelle Maßnahmen begleitet werden. Dies sind: die Erarbeitung klinischer Pfade und Darstellung der Verantwortungsübernahme, die Qualitätssicherung durch Schulung und Zertifizierung sowie die Klärung der Budgetanpassung.
- Im Mittelpunkt der Patientenführung zur Erkennung des Thrombose-/Lungenembolierisikos, der Verordnung einer Prophylaxe und der langfristigen Therapieüberwachung steht der Hausarzt. Um ihn herum sind die Versorgungsstrukturen zu optimieren. Hierzu gehören: der Ausbau der Öffentlichkeitsarbeit und der Aufbau lokaler Netzwerke, um die Diagnose und Behandlung jederzeit zu gewährleisten. Ferner zählen dazu die Rückmeldung von Behandlungserfolg und Patientencompliance, die Einbindung der Rettungs- und Notarztsysteme – damit auch Patienten, die vor Erreichen einer Klinik sterben, erfasst werden –, sowie die Anbindung an Institute für Rechtsmedizin und Pathologie, um die Todesursachen zu klären.
- Alle angestrebten Änderungen müssen in ihrer Effektivität überprüft und bewertet werden. Dazu ist eine unabhängige Erfassung des Ressourcenverbrauchs und des Nutzens für den Patienten notwendig.

Mitglieder des Mainzer Rathausgesprächs
Das Manuskript ist ein Ergebnis des Mainzer Rathausgesprächs, einer Initiative des Gesundheitspolitischen Sprechers der CDU-Stadtratsfraktion, Dr. med. Christian Moerchel. Es verfolgt das Ziel, das Krankheitsbild der venösen Thromboembolie ins Bewusstsein der Interessenvertreter des Gesundheitssystems und der Öffentlichkeit zu rücken, um die Zahl der letalen Lungenembolien zu reduzieren. Es wird finanziell unterstützt von der Firma Sanofi-Aventis.
Dr. med. Peter Enders, MdL, Rheinland-pfälzischer Landtagsausschuss für Gesundheit und Soziales; Dr. med. Günther Gerhardt; Marianne Grosse, MDL Rheinland-Pfälzischer Landtagsausschuss für Gesundheit und Soziales; Prof. Dr. med. Roland Hardt, Geriatrie, Katholisches Klinikum Mainz; Günter Jertz, IHK Rheinhessen; PD Dr. med. Knut Kroeger, Klinik für Angiologie, Universitätsklinikum Essen; Dr. med. Carl-Heinz Müller, Kassenärztliche Vereinigung Rheinland-Pfalz; Prof. Dr. med. Thomas Münzel, II. Medizinische Universitätsklinik; Jens Ostertag, BEK Mainz; PD Dr. med. Wilhelm Dieter Paar, Medical Affairs Cardiovascular-Thrombosis Sanofi-Aventis Deutschland GmbH; Wolfgang Reichel, Gesundheitsdezernant der Stadt Mainz; Werner Strasser, AOK Rheinhessen/Mainz; Dr. med. Gerd W. Zimmermann, Kassenärztliche Vereinigungen Hessen

Interessenkonflikt
PD Dr. med. Kroeger erhält Honorare für Vorträge von der Firma Sanofi-Aventis. Dr. med. Moerchel erhält Honorare für Beratungstätigkeiten von der Firma Sanofi-Aventis.

Manuskriptdaten
eingereicht: 26. 2. 2007, revidierte Fassung angenommen: 19. 7. 2007


Anschrift für die Verfasser
PD Dr. med. Knut Kroeger
Klinik und Poliklinik für Angiologie
Universitätsklinik Essen
Hufelandstraße 55
45122 Essen
E-Mail: knut.kroeger@uk-essen.de


The English version of this article is available online:
www.aerzteblatt.de/english

Grafiken-Internet: www.aerzteblatt.de/artikel/072886
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