ArchivDeutsches Ärzteblatt42/2007Rosazea Epidemiologie, Pathogenese, Klinik und Therapie: Viele Fragen bleiben unbeantwortet

MEDIZIN: Diskussion

Rosazea Epidemiologie, Pathogenese, Klinik und Therapie: Viele Fragen bleiben unbeantwortet

Dtsch Arztebl 2007; 104(42): A-2894 / B-2551 / C-2475

Oster-Schmidt, Claus

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LNSLNS Der Autor hat in diesem Übersichtsartikel kutane und okuläre Veränderungen der Rosazea und deren Therapie dargelegt. Ergänzend sei auf die Metronidazollotion für die Rosazea der Haut hingewiesen. Die interne Therapie umfasst Tetrazykline, unter anderem Doxyzyklin mit einer Fotosensibilisierungsrate von < 3 %. Es wirkt auch gegen die Keratokonjunktivitis. Wie sollte die Behandlung nach interner Therapie für das Auge wegen Rezidivgefahr fortgeführt werden? Zyklusartig? Ist es angezeigt, jeden Patienten bei Augenbeteiligung dem Ophthalmologen wegen der Erblindungsgefahr vorzustellen? Wie hoch ist dieses Risiko?
Alternativ zum Doxyzyklin wird Minozyklin eingesetzt. Hierzu ist Folgendes anzumerken: „Minozyklin sollte wegen der Gefahr von seltenen, jedoch schwerwiegenden Nebenwirkungen zum Beispiel Lupus erythematodes (geschätzte Inzidenz 1 : 2 000), Autoimmunhepatitis, Arthritiden bei Akne nur noch in begründeten Ausnahmefällen angewendet werden (1).“
Im Artikel heißt es: „Folgende zentrofaziale Manifestationen weisen auf eine Rosazea hin: … Trockenheit der Haut, gelegentlich in Verbindung mit seborrhoischer Dermatitis ....“ Im eigenen Patientenkollektiv finden sich Patienten, die zunächst eine seborrhoische Dermatitis über Jahre aufwiesen, der eine Rosazea folgte. Gibt es dafür eine Erklärung?
Als mögliche künftige Topica werden Retinoide angeführt, die eine irritierende Wirkung haben, selbst beim Adapalen, das eine geringere, aber eben vorhandene aufweist. Wie vereinbart sich das mit dem Rat für Patienten, Irritanzien (Kosmetika, Syndets) zu meiden?
Das Thema Sonnenschutz wird leider nur gestreift. Welche Sonnenschutzpräparate sind empfehlenswert? Die mit chemischen oder die mit physikalischen Lichtschutzfiltern?


Dr. med. Claus Oster-Schmidt
Zum Weyerdamm 5, 57610 Altenkirchen
E-Mail: Oster-Schmidt@t-online.de
1.
Lemmer B, Brune K (Hrsg.): Pharmakotherapie Klinische Pharmakologie. Heidelberg: Springer 2007; 444–5.
1. Lemmer B, Brune K (Hrsg.): Pharmakotherapie Klinische Pharmakologie. Heidelberg: Springer 2007; 444–5.

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