ArchivDeutsches Ärzteblatt42/2007Sinusitis: Standardisiertes Myrtol beschleunigt Heilung

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Sinusitis: Standardisiertes Myrtol beschleunigt Heilung

Dtsch Arztebl 2007; 104(42): A-2901

Wehr, Alexander

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LNSLNS Neben biomechanischen Prozessen und bakteriellen Superinfektionen spielen in der Pathogenese der chronischen Rhinosinusitis zunehmend immunologische und oxidative Prozesse eine bedeutende Rolle. Wie Prof. Hans Behrbohm (Berlin) sagte, sei bei entzündlichen Prozessen der Schleimhaut der Sekret-Transport verlangsamt und komme gelegentlich sogar völlig zum Erliegen. Für die Schleimhaut bedeute dies, dass sie dem Angriff von Viren und Bakterien nahezu schutzlos ausgeliefert sei.
Die Tatsache, dass die Pathogenese der Rhinosinusitis sehr komplex ist, bedeutet zugleich, dass in der Therapie dieser Erkrankung Wirkstoffe benötigt werden, die auf möglichst viele Faktoren wirken. Für das in dem Präparat GeloMyrtol® enthaltene Myrtol belegen verschiedene klinische Studien die sekretolytische Wirkung. Ferner steigert Myrtol die ziliäre Schlagfrequenz, hat sekretomotorische Wirkungen und führt auch zu einer dosisabhängigen Abnahme der Leukotrienkonzentrationen (LTC4/D4/E4).
Auch ist von klinischer Bedeutung, dass der Wirkstoff das Wachstum der beiden häufigsten Erreger präklinisch erworbener Sinusitiden hemmt: Streptococcus pneumoniae und Hämophilus influenzae. Behrbohm stellte die Ergebnisse einer randomisierten Multicenter-Studie vor, an der 331 Patienten mit Sinusitis beteiligt waren. Die Patienten wurden dabei entweder mit Myrtol oder einem Placebo behandelt.
Im Verlauf einer sechstägigen Behandlung verbesserte sich der Symptomenscore (Kopfschmerzen, Schmerzen beim Bücken, Allgemeinbefinden, Fieber, Nasensekretion, Sekretmenge, Sekretviskosität und Nasenatmung) signifikant im Vergleich zur Placebogruppe. Die Notwendigkeit einer antibiotischen Begleittherapie und das Ausmaß der Arbeitsunfähigkeit waren in der Myrtolgruppe um den Faktor 2 geringer als im Placeboarm. „Im Gegensatz zu Acetylcystein wirkt Myrtol nicht zilientoxisch“, betonte Behrbohm.
Weitere Untersuchungen zeigten, dass sich Gelomyrtol 300 mg im klinischen Alltag seit Jahrzehnten bewährt habe. Wirksamkeit und Verträglichkeit im Anwendungsgebiet der Rhinosinusitis seien durch moderne klinische Studien klar bestätigt. „Aufgrund seines breiten Wirkspektrums ist Gelomyrtol die Therapieoption der ersten Wahl bei Rhinosinusitis“, so das Fazit des Wissenschaftlers.
Alexander Wehr

Pressegespräch „Pharmakotherapie bei Sinusitis: GeloMyrol® forte umfasst mehrere Behandlungsprinzipien“ in Hamburg, Veranstalter: Pohl-Boskamp
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