ArchivDeutsches Ärzteblatt42/2007Arbeitsteilung in der Chirurgie: Arzt muss Teamleiter bleiben

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Arbeitsteilung in der Chirurgie: Arzt muss Teamleiter bleiben

Dtsch Arztebl 2007; 104(42): [111]

Hillienhof, Arne

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LNSLNS Die Bedeutung von nicht ärztlichen Heilberufen wird in der Chirurgie weiter wachsen. Die Deutsche Gesellschaft für Chirurgie (DGCH) sieht in diesem Wandel für einige chirurgische Fachrichtungen eine Chance: „Speziell geschulte Arztassistenten und Pflegekräfte können Ärzte sinnvoll unterstützen und vor allem von arztfremden Tätigkeiten entlasten, die in den vergangenen Jahren erheblich zugenommen haben“, erklärte die Fachgesellschaft Ende September.
Die operative Versorgung von Patienten sei eine komplexe Angelegenheit. Sie erfordere bei zunehmender Spezialisierung und Aufgabenteilung von Ärzten und Assistenzpersonal vor allem eine gute Teamarbeit. Von der Diagnose über die Operation bis zur Nachbetreuung und Rehabilitation müssen die einzelnen Berufsgruppen laut DGCH eng zusammenarbeiten, um moderne chirurgische Versorgungskonzepte umzusetzen und die Bedürfnisse und Ansprüche der Patienten zu erfüllen.
Einzelne chirurgische Fachbereiche hätten entsprechende Teamkonzepte bereits entwickelt und in einigen Kliniken erfolgreich umgesetzt: Für die Herzchirurgie etwa seien Tätigkeiten definiert, die nicht zwingend ein Arzt ausführen müsse. Chirurgisch-technische Assistenten koordinierten beispielsweise den zeitlichen Ablauf einer Operation. Sie desinfizierten und lagerten den Patienten und entnähmen Venen für Bypassoperationen.
Entscheidend sei aber, dass der Chirurg Teamleiter bleibe. „Ziel ist es, den Chirurgen zu unterstützen und nicht, ihn zu ersetzen“, betonte der Generalsekretär der DGCH, Prof. Dr. med. Hartwig Bauer. hil
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