ArchivDeutsches Ärzteblatt43/2007Impfungen: Richtlinie überarbeitet

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Impfungen: Richtlinie überarbeitet

Dtsch Arztebl 2007; 104(43): A-2908 / B-2564 / C-2488

Rieser, Sabine

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Foto: dpa
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Der Gemeinsame Bundes­aus­schuss (G-BA) hat die Erstfassung seiner Schutzimpfungs-Richtlinie überarbeitet und den Beanstandungen des Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­iums (BMG) Rechnung getragen. Es hatte verlangt, Ausnahmeregelungen für Not- und Bereitschaftsdienste sowie Epidemien aufzunehmen. Darüber hinaus hatte BMG-Abteilungsleiter Franz Knieps darauf bestanden, zu verdeutlichen, dass impfende Ärzte an die Grenzen ihrer Fachgebiete gebunden sind.
Grippeschutzimpfungen sollen nach Angaben des G-BA-Vorsitzenden Dr. Rainer Hess allerdings von einer Vielzahl der Ärzte vorgenommen werden können. Die Richtlinie wird nun erneut im BMG geprüft. Danach soll sie – rückwirkend zum 1. Juli – in Kraft treten. Ob ihre Anwendung dazu führen wird, dass Fachärzte nicht mehr in dem Umfang impfen können wie bisher, wollte Hess weder bestätigen noch dementieren. Es sei Sache der Lan­des­ärz­te­kam­mern, entsprechende Fragen in Übereinstimmung mit dem Berufs- und Weiterbildungsrecht zu klären, betonte er. Allerdings forderte er ein bundesweit einheitliches Vorgehen: „Es darf nicht so sein, dass die Kammer Hamburg es anders sieht als die Kammer Berlin.“
Derzeit dürfen Allgemeinmediziner, Internisten, aber auch Arbeits- und Betriebsärzte uneingeschränkt impfen, viele Facharztgruppen formal jedoch nur in eingeschränktem Umfang. In den Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) ist es aber üblich, dass Ärzte über die Grenzen ihres Fachgebiets hinaus impfen. Die Berechtigung dazu erwerben sie meist in einem Impfkurs, den die Kammern anbieten. Würde dieses Vorgehen wieder eingeschränkt, wäre dies „ein Rückschlag für die Bemühungen, Impflücken zu schließen“, hatte unter anderem Burkhard Bratzke von der KV Berlin zu bedenken gegeben. In Vorwegnahme der neuen Richtlinie haben mehrere Lan­des­ärz­te­kam­mern Änderungen ihrer Weiter­bildungs­ordnungen beschlossen. Rie
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