ArchivDeutsches Ärzteblatt43/2007Werner Franke: Dopinggegner wird Hochschullehrer des Jahres

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Werner Franke: Dopinggegner wird Hochschullehrer des Jahres

Dtsch Arztebl 2007; 104(43): A-2963 / B-2612 / C-2533

Hibbeler, Birgit

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Werner Franke Foto: DHV
Werner Franke
Foto: DHV
Was macht einen guten Hochschullehrer aus? Interessante Vorlesungen, eine engagierte Betreuung der Studenten oder eine exzellente Forschung? Weit mehr, meint der Deutsche Hochschulverband (DHV). Wenn der DHV einmal im Jahr die Auszeichnung „Hochschullehrer des Jahres“ vergibt, dann zählt Engagement über das eigene Fach hinaus. Mit der Ehrung werden Dozenten ausgezeichnet, die sich um das Ansehen ihres Berufsstandes in der Öffentlichkeit verdient gemacht haben.
Dass der diesjährige Preisträger die genannten Kriterien erfüllt, steht außer Frage. Prof. Dr. rer. nat. Werner Franke (67), Leiter der Abteilung für Zellbiologie am Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg, kämpft seit Jahren mit großem Einsatz gegen menschenverachtende und kriminelle Dopingpraktiken im Leistungssport. Franke habe in vorbildlicher Weise demonstriert, welchen Wert eine unabhängige Wissenschaft für die Gesellschaft habe, so der DHV.
Franke beschäftigte sich unter anderem in den Neunzigerjahren mit dem Thema Doping in der DDR. Für die Enquetekommission der Bundesregierung „Aufarbeitung von Geschichte und Folgen der SED-Diktatur“ fertigte er eine Expertise über pharmakologische Manipulationen im DDR-Sport und die Rolle der Wissenschaft an.
Der Preis „Hochschullehrer des Jahres“ ist mit 5 000 Euro dotiert und wird mit Unterstützung des Zeit-Verlags Gerd Bucerius GmbH & Co. KG verliehen. Birgit Hibbeler
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