ArchivDeutsches Ärzteblatt43/2007Marie-Luise Hermans: Junge Ärztinnen fördern

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Marie-Luise Hermans: Junge Ärztinnen fördern

Dtsch Arztebl 2007; 104(43): A-2963 / B-2612 / C-2533

Hibbeler, Birgit

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Marie-Luise Hermans Foto: privat
Marie-Luise Hermans
Foto: privat
Wer sich mit dem Thema Ärztemangel beschäftigt, der muss besonders die Ärztinnen im Blick haben. Immer mehr Berufseinsteiger sind weiblich. Das weiß auch Dr. med. Marie-Luise Hermans (54). Die niedergelassene Gastroenterologin aus Euskirchen kennt die Probleme des weiblichen Nachwuchses. „Durch die familienfeindliche Situation in den Krankenhäusern geht ein Großteil des qualifizierten weiblichen Nachwuchses verloren“, kritisiert sie. Gemeinsam mit anderen Gastroenterologinnen, aber auch Viszeralchirurginnen hat sie das Netzwerk „Frauen in der Viszeralmedizin – FIV“ gegründet. „Wir müssen junge Ärztinnen fördern, damit uns in diesen Fächern der Nachwuchs nicht wegbricht“, fordert Hermans.
Karriere und Familie zu verbinden ist nur eine Herausforderung von FIV. Es geht darum, Netzwerke zu bilden. Etablierte Viszeralmedizinerinnen sollen jungen Kolleginnen im Rahmen von Mentoring-Programmen eine Hilfestellung geben. Frauen sollen dazu motiviert werden, ihre Karriere offensiv zu planen. Stipendien sollen die Teilnahme an internationalen Kongressen ermöglichen. FIV will außerdem Ärztinnen beim Wiedereinstieg nach der Babypause unterstützen und Hospitationen vermitteln.
Hermans engagiert sich seit Jahren als Vorstandsmitglied im Berufsverband Niedergelassener Gastroenterologen Deutschlands und im Bundesverband Gastroenterologie. Sie arbeitet in verschiedenen Gremien der Deutschen Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselerkrankungen mit. Birgit Hibbeler
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