ArchivDeutsches Ärzteblatt44/2007RANDNOTIZ: Tätowierung im Wandel

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RANDNOTIZ: Tätowierung im Wandel

Dtsch Arztebl 2007; 104(44): A-2977 / B-2625 / C-2545

Rieser, Sabine

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LNSLNS Die 261 ist keine Jubiläumszahl. Gleichwohl feierte der Walter-de- Gruyter-Verlag neulich – die 261. Auflage des Pschyrembel. Streng genommen ist es die 43. des Klinischen Wörterbuchs, das 1894 zum ersten Mal erschien. Denn bis in die 50er-Jahre wurden Nachdrucke als Neuauflagen gezählt.
Doch so oder so ist de Gruyter stolz. Fünf bis sechs Millionen Exemplare des Pschyrembels wurden bislang verkauft, jedes Jahr kommen rund 150 000 hinzu. Die aktuelle Ausgabe umfasst mehr als 2 000 neue Fachbegriffe wie Wundmanagement oder Hausarztsystem, Abbildungen und Grafiken wurden modernisiert. Eine Umfrage ergab unlängst, dass so gut wie jede Ärztin und jeder Arzt hierzulande den grün-gelben Wälzer kennt. Zudem genießt er bei Laien einen guten Ruf. 60 Prozent der Käufer sind Privatleute, darunter so bekannte wie Harald Schmidt. „Da dürfte der Anteil der Hypochonder hoch liegen“, mutmaßt Prof. Dr. Klaus G. Saur, geschäftsführender Gesellschafter bei de Gruyter.
Am Nachschlagewerk arbeiten acht Redakteure und rund 130 Autoren. Kaum vorstellbar, dass Dr. phil. Dr. med. Willibald Pschyrembel es rund 50 Jahre lang allein verantwortete. 1931 übernahm er die Herausgabe des Dornblüthschen Wörterbuchs, das längst seinen Namen trägt. Anschaulich sollte das Werk sein und nur unbedingt zuverlässige Angaben machen.
Dennoch belegen die verschiedenen Auflagen den Wandel von Wissen und Zeitgeist. Unter „Tätowierung“ findet man heute knappe Informationen zu Farbauftrag und -entfernung. Früher las man: „abnorme Neigung bei Verbrechern“.
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