ArchivDeutsches Ärzteblatt44/2007Filmkalender: Im Kino andere Welten entdecken

KULTUR

Filmkalender: Im Kino andere Welten entdecken

Dtsch Arztebl 2007; 104(44): A-3037 / C-2594

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS Passend zum Herbst werden die Stoffe schwerer und tiefgründiger – das Deutsche Ärzteblatt stellt alle vier Wochen eine Auswahl sehenswerter Neustarts vor.


Foto: Universal Studios
Foto: Universal Studios
Drama
Ab 8. November:
Abbitte
Wie schon bei „Stolz und Vorurteil“ adaptierte Joe Wright auch diesen Literaturbestseller mit der schönen, eleganten Keira Knightley (Bild). Zugrunde liegt der gleichnamige Roman des englischen Schriftstellers Ian McEwan. Darin werden die Konsequenzen einer Denunziation vorgeführt. Auf dem Landsitz ihrer Upper-class-Eltern beendet die 13-jährige Jungautorin Briony (Neuentdeckung: Saoirse Ronan) 1935 ihr Stück um aufkeimende Gefühle. Auch ihre eigenen Emotionen melden sich zu Wort, während die der Erwachsenen an dem heißen Sommertag für Verwirrung sorgen. Ihre ältere Schwester Cecilia (Knightley) macht dem Haushältersohn Robbie (James McAvoy) Avancen. Aus Enttäuschung über Robbies Reaktion beschuldigt Briony ihn, ihre Cousine Lola verführt zu haben, und verändert damit drei Leben für alle Zeiten.
Großbritannien 2007, 123 Minuten

Ab 8. November:
Von Löwen und Lämmern
Tom Cruise, Meryl Streep, Michael Peña und Robert Redford, der auch Regie führte, brillieren als Darsteller in diesem Politthriller. Mit gewohnter Souveränität realisierte der Altmeister dieses packende Drama, das Amerikas Krieg gegen den Terror aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet. Zwei Studenten der West Coast University nehmen ihren Professor, den unverbesserlichen Idealisten Dr. Malley, beim Wort und wollen etwas Bedeutendes mit ihrem Leben anstellen: Sie melden sich freiwillig als Soldaten zum Einsatz in Afghanistan. Während die beiden bald am Hindukusch ums nackte Überleben kämpfen, will der potenzielle Präsidentschaftskandidat Jasper Irving der ehrgeizigen TV-Journalistin Janine Roth eine brisante Story zuschanzen, die das Schicksal der Jungs besiegeln könnte.
USA 2007,120 Minuten

Ab 15. November:
American Gangster
In Ridley Scotts grandios inszenierter Mafia-Saga spielt Denzel Washington den legendären Gangster Frank Lucas. Der ist im stimmungsvollen New York der 70er-Jahre der erste Afroamerikaner, der – durch seinen Drogenhandel – zum mächtigsten „Don“ in Harlem aufsteigt. Ihm auf den Fersen ist der nicht gerade zimperliche Detective Richie Roberts (Russell Crowe). Unaufdringlich und präzise führt Scott das raffinierte Katz- und-Maus-Spiel der beiden Kontrahenten vor. Neben dem charismatischen, aber zwiespältigen Charakter des Gangsters und der unerbittlichen Persönlichkeit des Polizisten sorgen auch die sehr gut besetzten Nebenrollen für anspruchsvolle Unterhaltung.
USA 2007, 157 Minuten

Ab 22. November:
Vier Monate, drei Wochen und zwei Tage
Goldene Palme bei den Filmfestspielen in Cannes für diese Geschichte eines illegalen Schwangerschaftsabbruchs im kommunistischen Rumänien: Studentin Gabita will abtreiben, doch unter Ceausescu ist das verboten. Ihre beste Freundin Otilia macht das notwendige Geld und einen „Engelmacher“ ausfindig. Der demütigt die Mädchen und verlangt nicht nur eiskalt Geld, sondern auch Sex. Cristian Mungiu setzte das schmerzhaft-intensive Drama mit großem Respekt für die Protagonistinnen in Szene.
Rumänien 2007, 113 Minuten

Dokumentation
Ab 1. November:
Ich habe Euch nicht vergessen
Der 2005 in Wien verstorbene Simon Wiesenthal widmete mehr als sechs Jahrzehnte seines Lebens der Verfolgung von Nazi-Kriegsverbrechern. Er selbst überlebte den Holocaust nur knapp, der Großteil seiner Familie kam ums Leben. Was gab ihm die Kraft für seine schwierige Arbeit? Der Film dokumentiert eindrucksvoll Wiesenthals bewegte Biografie – von der Kindheit in der Ukraine bis zum Kampf, sein kleines Büro aufrechtzuerhalten, von dem aus er fast ohne Mitarbeiter und Geld nach den Kriegsverbrechern fahndete. Der Film wird im Original von Nicole Kidman erzählt, die deutsche Synchronisation übernahm Iris Berben. Wiesenthals einziges Kind, seine Tochter Pauline, gibt ihr erstes Interview über ihre Eltern und deren fast 70-jährige Beziehung.
USA 2007, 105 Minuten


Pan Nalin/Franz Reichle: „Ayurveda & Das Wissen vom Heilen“, 2 DVDs, Deutsch/Hindi mit deutschen Untertiteln, 191 Minuten, Arthaus/Kinowelt, Verkaufsstart: 19. Oktober 2007, ab circa 18 Euro. Foto: Kinowelt
Pan Nalin/Franz Reichle: „Ayurveda & Das Wissen vom Heilen“, 2 DVDs, Deutsch/Hindi mit deutschen Untertiteln, 191 Minuten, Arthaus/Kinowelt, Verkaufsstart: 19. Oktober 2007, ab circa 18 Euro. Foto: Kinowelt
DVD-Tipp

Die Kunst des langen Lebens
Ayurveda – die Medizin des alten Indien – ist in aller Munde. Pan Nalin hat den Heilkundigen in ayurvedischen Praxen in Indien, Frankreich, Großbritannien, Griechenland und in den USA bei ihrer Arbeit über die Schulter geschaut und zahlreiche Patienten zu Wort kommen lassen. Im zweiten Film „Das Wissen vom Heilen“ beleuchtet Franz Reichle Methoden und Heilerfolge der tibetanischen Medizin. Dabei interviewte er Ärzte und Wissenschaftler und traf den Dalai Lama und dessen Leibarzt.
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema