ArchivDeutsches Ärzteblatt45/2007Ferdinand M. Gerlach: Wissenschaftler mit Praxisbezug

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Ferdinand M. Gerlach: Wissenschaftler mit Praxisbezug

Dtsch Arztebl 2007; 104(45): A-3122 / B-2746 / C-2653

Hibbeler, Birgit

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Ferdinand Gerlach. Foto: Institut für Allgemeinmedizin, Frankfurt /M.
Ferdinand Gerlach.
Foto: Institut für Allgemeinmedizin, Frankfurt /M.
Ein wenig habe er schon damit gerechnet, eventuell in die engere Wahl zu kommen, räumt Prof. Dr. med. Ferdinand Gerlach (46) ein. Als dann wirklich die Nachricht kam, dass er zum Mitglied des Sachverständigenrates (SVR) für die Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen ernannt wurde, habe er sich sehr über diese Anerkennung gefreut. „Natürlich ist mir bewusst, dass damit auch viel Arbeit und Verantwortung verbunden ist“, sagt der Direktor des Instituts für Allgemeinmedizin an der Universität Frankfurt am Main. Gerlach ist neben der Nephrologin Prof. Dr. med. Marion Haubitz, Hannover, das zweite neue Gesicht im siebenköpfigen SVR.
Zeitgleich mit der Ernennung beauftragte Ge­sund­heits­mi­nis­terin Ulla Schmidt (SPD) den SVR mit einem neuen Gutachten: Das Gremium soll Empfehlungen für eine „Generationengerechte Gesundheitsversorgung in einer Gesellschaft des längeren Lebens“ abgeben. Dieser Auftrag ist für Gerlach geradezu maßgeschneidert: Einerseits ist die Versorgungsforschung ein wissenschaftlicher Schwerpunkt des Allgemeinmediziners, vor allem die medizinische Versorgung bei einer zunehmenden Anzahl chronisch Kranker.
Andererseits arbeitet Gerlach mindestens einmal wöchentlich in einer hausärztlichen Praxis – außerhalb des Universitätsklinikums. Mit den Problemen im Praxisalltag ist er also unmittelbar vertraut. Und Gerlach weiß: „Die ärztliche Versorgung einer alternden Bevölkerung ist ohne eine leistungsfähige Allgemeinmedizin gar nicht denkbar.“ Birgit Hibbeler
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