ArchivDeutsches Ärzteblatt45/2007Bildende Kunst von Schülern: Wechselbilder in Wartezimmern

KULTUR

Bildende Kunst von Schülern: Wechselbilder in Wartezimmern

Dtsch Arztebl 2007; 104(45): A-3124 / B-2748 / C-2655

Gieseke, Sunna

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS
Evolution, Özgün Süzgün, Jahrgang zwölf, Alter Teichweg, Hamburg. Die Aufgabenstellung hatte trojanische Pferde zum Ziel. Foto: DIE SCHULGALERIE GmbH
Evolution, Özgün Süzgün, Jahrgang zwölf, Alter Teichweg, Hamburg. Die Aufgabenstellung hatte trojanische Pferde zum Ziel. Foto: DIE SCHULGALERIE GmbH
Mit dem Projekt „Die Schulgalerie“ soll die Kunst an deutschen Schulen gefördert werden.

Vielleicht wird es einmal die weltweit größte Kunstausstellung: Bisher sind auf den Internetseiten der Schulgalerie mehr als 100 Arbeiten von Schülern aus ganz Deutschland zu sehen. Anfang Mai ging das Projekt an den Start. Es hat sich unter dem Motto „Kreativität macht Schule“ zum Ziel gesetzt, die Kunstpädagogik an deutschen Schulen zu fördern. Zudem soll das Kunstinteresse der Schüler gesteigert werden. In der Schulgalerie erhalten die jungen Menschen eine Plattform, um ihre Kunst zu zeigen. Einzige Bedingung ist, dass die Arbeiten im Rahmen des Kunstunterrichts angefertigt wurden. Die Schule hat dann die Möglichkeit, die Arbeiten an die Schulgalerie zu senden. Zurzeit nehmen 30 Schulen aus mehreren Bundesländern teil. Einmal im Monat wird von einer Jury aus Kunstprofessoren, Kunstpädagogen und Künstlern das beste Schülerbild ausgewählt. Als Druck wird dieses Bild an die inzwischen 500 Förderer geschickt. Monatlich zahlen die Förderer dann 6,50 Euro (davon gehen jeweils drei Euro an die Schulen) und können selbst auswählen, welche Schule sie fördern wollen. „Die meisten der Förderer sind Ärzte“, erklärt Geschäftsführer Ulf Ancker, „sie hängen sich die Werke gern in ihr Wartezimmer. Damit haben sie mehr Abwechslung und wir wichtige Multiplikatoren.“
Die Schulgalerie ist eine private Elterninitiative, die sich vorgenommen hat, Schulen, Schüler, Galerien, Museen und Künstler zu vernetzen. Im August wurde beispielsweise das Bild eines Jungen ausgewählt, der die fünfte Klasse einer Gesamtschule in Hamburg besucht. „Die Schüler sind immer sehr stolz, wenn ihr Bild als Kunstdruck erscheint. Und das ist sicherlich auch sehr gut für ihr Selbstbewusstsein“, sagte Ancker.
Weitere Informationen im Internet unter www.schulgalerie.de.
Sunna Gieseke
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema