ArchivDeutsches Ärzteblatt45/2007Atemwegsinfektionen: Viral oder bakteriell – differenziert therapieren

PHARMA

Atemwegsinfektionen: Viral oder bakteriell – differenziert therapieren

Dtsch Arztebl 2007; 104(45): A-3129

Wehr, Alexander

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS
Winterzeit – Erkältungszeit. Die jetzt anbrechende feuchtkühle Jahreszeit wird auch in diesem Jahr dafür sorgen, dass vermehrt Infektionen der oberen Atemwege auftreten. In den allermeisten Fällen (etwa 70 Prozent) sind diese viral bedingt. Antibiotika sind hier nicht indiziert, werden aber dennoch viel zu häufig rezeptiert. Die Folge: unnötige Nebenwirkungen, hohe Kosten und eine Resistenzentwicklung. Gar nicht selten fühlen sich Ärzte dem Druck ausgesetzt, ein Medikament zu verordnen, etwa ein Antibiotikum, weil der Patient eine wirksame Therapie erwartet. Dabei sind bei viral bedingten Infekten symptomatische Maßnahmen völlig ausreichend. Erst wenn die Diagnose „bakteriell bedingter Atemwegsinfekt“ gesichert ist, ist auch ein hoch wirksames Antibiotikum, etwa Moxifloxacin (Avalox®), indiziert. Der Wirkstoff zeichnet sich durch ein breites Wirkspektrum und eine rasche Verbesserung der klinischen Symptome aus. Moxifloxacin penetriert rasch ins Gewebe und sorgt so für eine schnelle Keimeradikation. Bei chronischen Bronchitiden verbessert Moxifloxacin die langfristige Prognose, indem es die Zeit bis zur nächsten Exazerbation gegenüber einer Therapie mit anderen Antibiotika signifikant verlängert.
Die „AhA-Kampagne“
Um zeitnah in der Praxis entscheiden zu können, ob es sich um eine bakteriell oder viral bedingte Infektion handelt, hat die Firma Bayer Vital die im November 2007 startende Kampagne „AhA! – Infekt oder Erkältung“ ins Leben gerufen. Diese Aktion soll Allgemeinmedizinern Hilfe für eine rationale Indikationsstellung zur Antibiotikabehandlung anbieten. Gleichzeitig soll die Kampagne Patienten über die Nichtwirksamkeit von Antibiotika bei viral bedingten Infekten aufklären. Auf Anfrage stehen für rund 20 000 teilnehmende Ärzten im Rahmen der Aktion von November bis Dezember 2007 speziell entwickelte AhA-Ergebnisboxen zur Verfügung. Deren Inhalt ermöglicht eine effektive Unterscheidung von viralen und bakteriellen Infekten. In dem Aktionspaket sind unter anderem zehn Schnelltests enthalten, die innerhalb weniger Minuten den CRP-Wert im Blut feststellen. Mithilfe des CRP-Wertes kann einfacher zwischen einer bakteriellen oder einer viralen Infektion unterschieden werden. Weist der CRP-Wert darauf hin, dass lediglich ein viraler Infekt vorliegt, der symptomatisch behandelt werden muss, eignet sich zur Therapie beispielsweise die Kombination aus Acetylsalicylsäure und Pseudoephedrin (Aspirin® Complex). Neben einem grünen Rezeptblock und Aufklärungsbroschüren für Patienten ist das Kombinationspräparat in der Aktionsbox enthalten. Interessierte Ärzte erhalten weitere Informationen bei: Bayer Vital GmbH, Frau Andrea Weingarten, Product-Management Pneumologie, Gebäude D 162, 51368 Leverkusen, Telefon: 02 14/3 05 13 79.
Alexander Wehr

AhA-Pressekonferenz „Infekt oder Erkältung?“ in Hamburg, Veranstalter: Bayer Vital
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema