ArchivDeutsches Ärzteblatt14/1997Gebührenordnung: Im Gedächtnis behalten

SPEKTRUM: Leserbriefe

Gebührenordnung: Im Gedächtnis behalten

Groß, Rosemarie

Zu dem Beitrag "Druck auf die Liquidation" von Renate Hess in Heft 1-2/1997 und dem Kommentar "Beiträge im Alter müssen bezahlbar sein" von Prof. Dr. rer. pol. Jürgen Wasem in Heft 4/1997
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LNSLNS Die oben angegebenen Artikel sollten viele Kollegen bei der Erstellung ihrer Liquidation von beihilfeberechtigten Privatpatienten, zu denen ich als ältere Kollegin gehöre, im Gedächtnis behalten. Die Beitragsexplosion der PKV für Beihilfeberechtigte bei einer Kostenerstattung durch die PKV von 30 Prozent ist für mich weder nachvollziehbar noch berechtigt. Entsprechende Intervention wird mit Solidarität begründet, erneute Rücksprache bei der PKV zeugt von Ignoranz und Überheblichkeit - unausgegorene Denkspiele der Expertenkommission, keine Änderung zu erwarten, Finanz- oder Ge­sund­heits­mi­nis­ter seien nicht zuständig.
Die Beitragsexplosion ist aber nicht zuletzt auch Folge der Handhabung der GOÄ durch meine Kollegen und Kolleginnen. Einige Beispiele: Terminabsprachen mit einer Arzthelferin werden mit dem Faktor 2,3 multipliziert, nicht erfolgte Untersuchung oder Behandlungen auf die Rechnung gesetzt, flüchtige Prima-vista-Untersuchung mit dem Faktor 3,5 abgerechnet und durch eine zusätzliche kostspielige Apparatemedizin richtig lukrativ gemacht.
Zu diesem Thema paßt auch das Rundschreiben eines Bonner Gynäkologen an seine GKV-versicherten Patientinnen, sie sollen sich kurz fassen, da seine Beratung nicht entsprechend vergütet werde. Viele meiner Bekannten - Nichtmediziner - klagen über meine oben erwähnten Erfahrungen in gleicher Weise, bedauerlicherweise bin ich nicht zuständig, die Mißstände zu ändern. Die Patienten haben zu bezahlen, allerdings nur für erbrachte Leistungen.
Maßnahmen sind geboten, ich hoffe, sie werden sine ira mit ratio zum Wohle aller beschlossen.
Dr. med Rosemarie Groß, Kannheideweg 64, 53123 Bonn
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