ArchivDeutsches Ärzteblatt46/2007Brustdiagnostik: Kernspin-Mammografie weiterhin pflegen
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Die Erkenntnisse, die in diesem Artikel publiziert werden, sind im Prinzip seit Jahren bekannt. In diesem Zusammenhang dürfen wir darauf hinweisen, dass z. B. unsere Praxis in Würzburg bereits im Winter 1992 die Kernspin-Mammografie als routinemäßig verfügbare, hoch entwickelte MRT-Schnittbildmethode in das Untersuchungsspektrum aufgenommen hat und wir seit diesem Zeitpunkt diese Methode zum Wohl der Patientinnen sehr engagiert pflegen. Leider wird zwischenzeitlich nicht zuletzt durch die geradezu doktrinenhafte Einführung des Mammografie-Screenings auch die Kernspin-Mammografie in denjenigen Praxen, wo sie engagiert mitentwickelt, eingeführt und durchgeführt wurde und wird, erheblich torpediert. Es ist mittlerweile Usus, dass die Patientinnen zunehmend dahingehend motiviert werden bzw. ihnen suggeriert wird, die Kernspin-Mammografie nur in den Mammografie-Screening-Praxen respektive in den Brustzentren durchführen zu lassen. Dies ist ausgesprochen schädlich für eine flächendeckende Versorgung . . . So müssen wir z. B. mit ansehen, dass gerade im Rahmen des Screenings die Kernspin-Mammografie zunehmend wegbricht, obwohl wir diese Methode an zwei Hochfeld-MRTs 1,5 Tesla mit sämtlichem erforderlichen Equipment anbieten und selbstverständlich auch über die MRM-Kassenzulassung verfügen. Es ist dringend notwendig, dass die Kassenärztlichen Vereinigungen sich dieses Problems bewusst sind und sich mit denjenigen Praxen, die sich engagiert nicht zuletzt mit der Kernspin-Mammografie auseinandersetzen und diese vorhalten, vermehrt solidarisieren, damit diese Praxen diese Methode auch weiterhin zum Wohl der Patientinnen pflegen können . . .
Dr. med. Volker Keil,
Radiologische Gemeinschaftspraxis, Johanniterplatz 2 a – Wirsbergstraße, 97070 Würzburg
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