ArchivDeutsches Ärzteblatt46/2007Kulturkalender: Die Franzosen leuchten am Rhein

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Kulturkalender: Die Franzosen leuchten am Rhein

Dtsch Arztebl 2007; 104(46): A-3193

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LNSLNS Alle vier Wochen stellt das Deutsche Ärzteblatt eine Auswahl von herausragenden Ausstellungen vor, die Sie nicht verpassen sollten.

Chemnitz
bis 3. Februar 2008:
Foto: ddp
Foto: ddp
Bob Dylan – The Drawn Blank Series
„When I paint my masterpiece“ – wenn er ein Meisterwerk male, würde alles anders werden, hatte Bob Dylan schon in den Siebzigerjahren ins Mikrofon genäselt. Der Liedermacher, der Kunst studierte, ist auch ein begabter Zeichner und Maler. Davon kann man sich jetzt in Chemnitz überzeugen, wo mit rund 170 Aquarellen und Gouachen weltweit die erste Museumsausstellung des Künstlers zu sehen ist. Dabei handelt es sich um Porträts, Landschaftsbilder, Stillleben und Stadtansichten – persönliche Reise- und Erlebnisberichte, für die Dylan während einer Welttournee 1989 bis 1992 die Skizzen anfertigte. Im Bild: „Man on a Bridge“ aus dem Jahre 2007.
Kunstsammlungen Chemnitz, Theaterplatz 1, Di.–Fr. 12–19, Sa./So. 11–19 Uhr

DÜSSELDORF
bis 6. Januar 2008:
Bonjour Russland
Spitzenwerke der französischen und russischen Moderne: Mehr als 120 Arbeiten aus dem Bestand der vier großen russischen Museen – der Eremitage und dem Russischen Museum in St. Petersburg, dem Puschkin-Museum und der Tretjakow-Galerie in Moskau – sind an den Rhein gereist. Die von dem renommierten britischen Ausstellungsmacher Norman Rosenthal von der Londoner Royal Academy kuratierte Schau konzentriert sich auf die Jahre 1870–1925. Sie zeigt die faszinierenden Parallelen, aber auch die unterschiedlichen Wege auf, die die russische und französische Kunstentwicklung nahmen.
Museum Kunstpalast, Ehrenhof 4–5, Mo.–So. 10–20 Uhr

HAMBURG
bis 6. Januar 2008:
Arnulf Rainer/Dieter Roth. Misch- und Trennkunst
Die Idee der „erweiterten Fotografie“, in der sich Malerei, Fotografie und Selbstporträt als Ganzes formieren, bildete die Grundlage der intensiven Auseinandersetzung von Arnulf Rainer und Dieter Roth. Die kreative Zusammenarbeit der beiden Künstler dokumentieren rund 160 Gemeinschaftsarbeiten und Einzelwerke aus dem Zeitraum 1968 bis 2005.
Deichtorhallen Hamburg, Deichtorstraße 1–2, Di.–So. 11–18 Uhr

Köln
30. November bis 3. Februar 2008:
Idee und Leben
Freunde der Zeichenkunst können sich auf ein Bonbon zum Jahresende freuen: Rund 100 Meisterwerke beleuchten
eine ungemein intensive Periode der deutschen Kunstgeschichte – von der Romantik über den Realismus bis hin zum Impressionismus.
Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud, Obenmarspforten, Di./Mi./Fr. 10–18, Do. 10–22, Sa./So. 11–18 Uhr

MANNHEIM
5. Oktober 2008 bis 11. Januar 2009:
Weltstars der Fotografie
Für die langfristige Planung: Die vor vier Wochen angekündigte Fotoschau wurde von den Mannheimer Ausstellungsmachern jetzt auf nächstes Jahr verschoben. Dann sollen zum ersten Mal alle bisherigen Preisträger des Hasselblad-Preises, der als „Oscar“ der Fotografie gilt, mit ihren stilbildenden Arbeiten vorgestellt werden.
Reiss-Engelhorn-Museen, Zeughaus C5, Di.–So. 11–18 Uhr

Wuppertal
bis 27. Januar 2008:
Renoir und die Landschaft des Impressionismus
Die beiden wundervoll tiefgründigen Gemälde Renoirs aus dem Jahre 1881 sind zwei der Höhepunkte der Wuppertaler Präsentation: „Zwei Schwestern (auf der Terrasse)“ und – gleich schräg gegenüberhängend – sein „Blühender Kirschbaum“. Anhand von Renoirs Farbsynfonien und den Arbeiten von Zeitgenossen wie Manet und Monet, Courbet, Corot, Signac und Pissarro erlebt der Besucher, wie sich die französische Malerei in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts vom Akademismus befreite und in die Natur aufbrach.
Von der Heydt-Museum, Turmhof 8, Wuppertal-Elberfeld, Di.–So. 11–18, Do. 11–20 Uhr

Foto: Paul Maciejowski
Foto: Paul Maciejowski
Der besondere Tipp
Kunstauktion zugunsten der Charité
ALS ist eine neurodegenerative Erkrankung des motorischen Nervensystems. Zum Gedenken an den Maler Jörg Immendorff, der in diesem Jahr an der Krankheit starb, stellten Meisterschüler und Studenten fünf bedeutender Kunsthochschulen insgesamt 54 Arbeiten der ALS-Immendorff-Initiative (www.immendorff-initiative.de) zur Verfügung. Die Erlöse aus der Kunstauktion fließen an die ALS-Ambulanz der Berliner Charité, deren Patient Immendorff über viele Jahre war. Die Arbeiten sind vom 23. bis 25. November in Berlin ausgestellt und werden bei der Vernissage am Vorabend versteigert. Im Internet kann man über http://kunst.labels-pr.com Vorabgebote abgeben.
„Itinera Nova – Neue Wege“: Kunsthöfe, Oranienburger-straße 27, Berlin;
Vernissage und Versteigerung: 22. November ab 19 Uhr
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