ArchivDeutsches Ärzteblatt46/20073 Fragen an… Rudolf Henke, neuer Erster Vorsitzender des Marburger Bundes

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3 Fragen an… Rudolf Henke, neuer Erster Vorsitzender des Marburger Bundes

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LNSLNS Herr Henke, ist Ihr politisches Mandat als Abgeordneter im nordrhein-westfälischen Landtag mit dem Amt des Marburger-Bund-Vorsitzenden vereinbar?

Henke: Ich denke, ja. Ich sehe das nicht als Problem, sondern als Chance.

Inwiefern?

Henke: Um seine Ziele zu erreichen, ist nicht nur der Marburger Bund darauf angewiesen, sie mit den Entscheidungsträgern zu diskutieren. Als Abgeordneter kennt man die Abläufe politischer Entscheidungsprozesse auch von der anderen Seite. Das erleichtert die Sache. Das hat dem Marburger Bund ja auch bisher nicht geschadet.

Kann es dabei nicht auch zu Interessenkonflikten kommen, wenn der „Politiker Henke“ anders denkt als der „Arzt Henke“?

Henke: Nein. Ich höre im Parlament doch nicht auf, Arzt zu sein. Dabei halte ich mich an einen Satz des berühmten Arztes und Politikers Rudolf Virchow. Der hat gesagt: „Die Medizin ist eine soziale Wissenschaft, und die Politik ist nichts weiter als Medizin im Großen.“

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