ArchivDeutsches Ärzteblatt47/2007Korruption: Suppe mit Einlage
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Da bangen Ärzte in Deutschland um die Existenz ihrer Praxis, und unser Standesorgan schreibt seitenlang über die Kontrollbedürftigkeit irgendwelcher bestechlicher Mediziner. Der ärztliche Alltag sieht anders aus. Müde Ärzte setzen sich abends in stickige Räume, um ihr Wissen auf den neuesten Stand zu bringen. Zugegeben, die Räume wurden von der Industrie angemietet. Und tatsächlich, nach zwei Stunden Vortrag mit anschließender Diskussion, gibt es etwas zu essen: eine leckere Kartoffelsuppe. Da gelingt es kaum, dem Produkt der Pharmaindustrie gegenüber neutral zu bleiben. Noch schwerer hatte es da ein mir bekannter Neuroradiologe, sich nicht aufgrund der Bewirtung korrumpieren zu lassen: Er fand in seiner Kartoffelsuppe – ein Würstchen!
Dr. med. Dr. phil. Reinhard Platzek, Vorsitzender des Hartmannbundes für Unterfranken, Keplerstraße 23, 63741 Aschaffenburg
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