ArchivDeutsches Ärzteblatt47/2007Qualitätssicherung: Aus der Seele gesprochen
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Frau Eberlein-Gonska spricht mir aus der Seele! Seit 1990 befasse ich mich als ehemaliger Leiter der Kommission für Qualitätssicherung der Deutschen Gesellschaft für Gefäßchirurgie mit dieser Problematik. Leider greift die in unserem Fachbereich eingeführte, externe, vergleichende Qualitätssicherung nicht. Die Qualitätssicherungsdaten der BQS für die Karotis-TEA unterliegen keiner „Vor-Ort-Kontrolle“ über die Richtigkeit der eingesandten Daten. Der sogenannte strukturierte Dialog findet statt, wenn ein Krankenhaus auffällige Zahlen meldet. Was ist die Folge? Es wird in der Regel mitgeteilt, dass ein Codierungsfehler vorliegt. Ein vorgesetzter Arzt übernimmt die Codierung dann selbst, und plötzlich sind die Daten wieder in Ordnung. Kontrollierte randomisierte Studien zeigen z. B. für die Karotis-TEA (für die PTA genauso) zwei- bis dreimal höhere Komplikationsraten als das Qualitätsregister. Zusammenfassend handelt es sich in unserem Fachgebiet bei der externen vergleichenden Qualitätssicherung der BQS um eine ungeprüfte Statistik von begrenztem Aussagewert, die mit hohem Arbeitsaufwand und hohen Geldausgaben verbunden ist . . .
Prof. Dr. med. Stefan von Sommoggy, Klinik für operative und interventionelle Gefäßchirurgie, Behandlungszentrum Vogtareuth, Schön-Kliniken, Krankenhausstraße 20, 83569 Vogtareuth
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