ArchivDeutsches Ärzteblatt47/2007Jochen Hühn: Den „Blauhelmen“ auf der Spur

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Jochen Hühn: Den „Blauhelmen“ auf der Spur

Hibbeler, Birgit

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Jochen Hühn. Foto: Paul-Ehrlich-Institut
Jochen Hühn.
Foto: Paul-Ehrlich-Institut
Das langfristige Ziel seiner Arbeit ist kein geringeres, als Autoimmunkrankheiten zu bekämpfen. Bis dahin ist es für Prof. Dr. rer. nat. Jochen Hühn (36) von der Berliner Charité zwar noch ein weiter Weg, aber die Forschung des Molekularbiologen ist vielversprechend: Für seine Arbeit über die Charakterisierung regulatorischer T-Zellen wurde Hühn mit dem Langener Wissenschaftspreis des Paul-Ehrlich-Instituts ausgezeichnet. Dr. Klaus Theo Schröder, Staatssekretär des Bundesministeriums für Gesundheit, übergab den mit 10 000 Euro dotierten Preis für herausragende wissenschaftliche Leistungen auf dem Gebiet der Immunologie.
Die regulatorischen T-Zellen, eine Untergruppe der T-Lymphozyten, könne man sich am besten als „Blauhelmsoldaten“ vorstellen, findet Hühn. Die Zellen hätten vom Immunsystem das Mandat erhalten, entzündliche Immunreaktionen im Keim zu ersticken. Diese „Blauhelme“ könnten eines Tages zur Therapie von Autoimmunerkrankungen eingesetzt werden. Dazu müsse man aber den Wirkmechanismus noch besser verstehen. Hühn beschäftigt sich besonders mit dem Foxp3-Gen.
Hühn arbeitet im Deutschen Rheumaforschungszentrum der Charité-Universitätsmedizin Berlin und hat eine Juniorprofessur für Immunologie. Er ist wissenschaftlicher Sekretär des Sonderforschungsbereichs „Zelluläre Ansätze zur Suppression unerwünschter Immunreaktionen“. Zuvor war Hühn unter anderem wissenschaftlicher Mitarbeiter am Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin in Hamburg. Birgit Hibbeler

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