ArchivDeutsches Ärzteblatt48/2007Belegärzte: Immer weniger Behandlungsfälle

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Belegärzte: Immer weniger Behandlungsfälle

Dtsch Arztebl 2007; 104(48): A-3289 / B-2897 / C-2797

Flintrop, Jens

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Foto: Peter Wirtz
Foto: Peter Wirtz
Der Umfang der belegärztlichen Versorgung geht seit Jahren zurück. Dies geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion hervor. Demnach sank die Zahl der belegärztlichen Behandlungsfälle von 1,67 Millionen im Jahr 1998 auf 1,21 Millionen im Jahr 2004 (minus 27,5 Prozent). Entsprechend rückläufig waren auch die Ausgaben der Krankenkassen für die belegärztlichen Leistungen: von 416 Millionen Euro im Jahr 1998 auf 300 Millionen im Jahr 2004. Die Zahl der Belegärzte war hingegen in diesem Zeitraum konstant und stieg im Jahr 2005 sogar um 2,1 Prozent auf 6 115.
Die Kassenärztliche Bundesvereinigung und die Krankenkassen haben sich bereits Anfang des Jahres im gemeinsamen Bewertungsausschuss darauf geeinigt, für belegärztliche Leistungen künftig rund 74 Millionen Euro mehr im Jahr zur Verfügung zu stellen. Zudem wurde der Einheitliche Bewertungsmaßstab zum 1. April 2007 um ein Belegarztkapitel 36 ergänzt. Finanziert werden sollen die Leistungen außerhalb der budgetierten Gesamtvergütung. Die von der Koalition erwogene Zuordnung des Belegarztwesens in das Fallpauschalensystem ist damit vorerst vom Tisch. Nach Angaben der Bundesregierung sei dies nicht mehr notwendig, nachdem die Vorgaben der Gesundheitsreform zur Verbesserung der belegärztlichen Vergütung umgesetzt worden seien. JF
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