ArchivDeutsches Ärzteblatt48/2007Tabakrauch: Starke Kohlenmonoxid-belastung bei Rauchern

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Tabakrauch: Starke Kohlenmonoxid-belastung bei Rauchern

Dtsch Arztebl 2007; 104(48): A-3292

Bühring, Petra

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Foto: ddp
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Raucher sind stark durch tabakrauchbedingtes Kohlenmonoxid (CO) belastet. Knapp 50 000 in der HELP-COmets-Studie europaweit getestete Raucher wiesen eine CO-Konzentration in der Ausatemluft von 17,5 ppm auf. Dieser Wert ist doppelt so hoch wie die von der EU-Kommission tolerierte Schadstoffbelastung in Städten von 8,5 ppm. Die CO-Belastung bei den knapp 63 000 getesteten Nichtrauchern lag hingegen nur bei 3,9 ppm.
Die von der EU-Kampagne „HELP – für ein rauchfreies Leben“ initiierte HELP-COmets-Studie (Carbon monoxide measure of exposure to tobacco smoke) erhob die CO-Belastung in 27 Ländern von rund 112 000 Rauchern mithilfe eines einfachen Atemtests. Ein weiteres Ergebnis: In EU-Ländern mit umfassendem gesetzlichem Nichtraucherschutz betrug die durchschnittliche CO-Konzentration von Nichtrauchern 2,5 ppm im Vergleich zu 5,2 ppm in Ländern ohne gesetzliche Regelungen. „Dies verdeutlicht, wie groß der Handlungsbedarf für den Nichtraucherschutz in Deutschland ist“, betonte Sabine Bätzing, Drogenbeauftragte der Bundesregierung und Schirmherrin der HELP-Kampagne.
Dr. Martina Pötschke-Langer vom Deutschen Krebsforschungszentrum wies darauf hin, man dürfe auch die Vielzahl der noch weitaus gefährlicheren Substanzen im Tabakrauch, die zu Lungenerkrankungen, Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen führten, nicht vergessen. Tabakrauch beinhalte allein 70 krebserregende Stoffe. PB
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